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2021

April 28th 2021, Göttinger Tageblatt Campus online
Hör-Implantate am Göttinger Primatenzentrum weiterentwickelt

Mit dem Ziel, Menschen das Hören zu ermöglichen, entwickeln Göttinger Forscher Cochlea-Implantate weiter. Bildgebende Verfahren ermöglichen nun einen entscheidenden Schritt zur Entwicklung der neuartigen Hörprothesen.

Göttingen Cochlea-Implantate ermöglichen Menschen mit hochgradigem Hörverlust einen Gewinn an Lebensqualität: Sie helfen ihnen, gesprochene Worte zu verstehen und eine normale Sprache zu entwickeln. Als problematisch gelten jedoch Hintergrundgeräusche, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) Göttingen. Diese beeinträchtigten das Sprachverständnis von Menschen mit Cochlea-Implantat erheblich. Das Team um Tobias Moser vom Institut für Auditorische Neurowissenschaften und „InnenOhrLabor“ der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und von der Forschungsgruppe Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik am DPZ arbeitet deshalb daran, die Cochlea-Implantate zu verbessern. Nun ist dem Team ein weiterer wichtiger Schritt zur Entwicklung des optischen Cochlea-Implantates gelungen, so das DPZ.

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Laborjournal online March 8th 2021, Ludwig T :
Dem Phantomton auf der Spur

MAGDEBURG/ GÖTTINGEN/ ERLANGEN: Tinnitus ist ein bisher wenig verstandenes Phänomen. Ein nationales Forscherteam liefert nun neue Erkenntnisse zur Physiologie der unliebsamen Ohrgeräusche.

Ein Rauschen oder Klingeln im Ohr haben die meisten vermutlich schon einmal erlebt. Für viele sind diese Phantomgeräusche jedoch permanentes Übel. Nach Angaben des Vereins Deutsche Tinnitus Liga leiden derzeit circa drei Millionen Menschen in Deutschland unter einem chronischen Tinnitus, also Ohrgeräuschen, die länger als drei Monate anhalten. Wie es jedoch genau zu diesen Phantomgeräuschen kommt, ist noch nicht völlig geklärt. Den Wissenschaftlern des Magdeburger Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) gelang es unter der Leitung von Frank Ohl, Licht in die Hirnprozesse zu bringen, die dem Tinnitus zugrunde liegen könnten (Front. Neurosci. 14: 598406).

Mitautor Schulze war es, der die Forschung zu diesem Thema überhaupt angestoßen hat, erinnert sich Max Happel, ebenso Erstautor der Studie und heute Leiter der AG CortXplorer am LIN: „Er war der Erste von uns, der sich mit Schalltraumata beschäftigt hat. Davon ausgehend haben Marcus und ich dann mit ihm in Magdeburg eine Kooperation begonnen.“ Jeschke ergänzt: „Wir haben uns dort seit langem mit den Zusammenhängen zwischen dem Hörsystem und Lern- sowie Gedächtnisphänomenen beschäftigt. Das heißt, Plastizitätsphänomene haben in unseren Arbeiten schon immer eine Rolle gespielt. Dabei kam irgendwann die Frage auf, was sich denn im Gehirn ändert, wenn ein Tinnitus entsteht oder ein Schalltrauma ausgelöst wird.“

Ein vermeintlicher Exot

Dieser Frage gingen die Forscher mithilfe Mongolischer Wüstenrennmäuse (Meriones unguiculatus) nach. Diese exotisch anmutenden Versuchstiere seien in der Hörforschung jedoch gang und gäbe, wie LIN-Wissenschaftler Happel schildert: „Das Hörsystem dieser Wüstenrennmäuse ist relativ gut untersucht. Wir wissen anatomisch und physiologisch sehr genau, wie die Schallwellen von der Hörschnecke, der Cochlea, über das zentrale Nervensystem bis in die Hörrinde, dem auditiven Kortex, transportiert werden.“ Zudem sei der Frequenzbereich, in dem die Tiere hören und kommunizieren, dem des Menschen sehr ähnlich. Die Neurowissenschaftler setzten die Wüstenrennmäuse 75 Minuten lang einem Ton von zwei Kilohertz mit einem Schalldruckpegel von 115 Dezibel aus. Dies entspricht etwa der Lautstärke bei einem Rockkonzert, das in unmittelbarer Nähe der Lautsprecher genossen wird. Anschließend maßen die Forscher die Aktivierbarkeit des auditiven Kortex. Happel: „Direkt nach dem Schalltrauma ist bereits der Cochleateil geschädigt, der diesen Frequenzbereich abdeckt. Da der Input aus der Hörschnecke nun stark abgeschwächt ist, kommt es im Kortex zu Adaptationen.“ Selbst mit sehr lauten Tönen ließe sich die Hörrinde über den thalamischen Input dann nur noch sehr schwer aktivieren. Die sogenannte Schwellenverschiebung tritt ein. Der Kortex ist jedoch einen kontinuierlichen thalamischen Input dieses Frequenzbereichs gewöhnt und fängt an, den Wegfall zu kompensieren. „Wir konnten zeigen, dass die kortikalen Bereiche in diesem Fall beginnen, sich stärker mit ihren Nachbarn zu unterhalten“, erzählt Happel weiter.

Kompensation der Kompensation „Man kann dies nun so interpretieren“, resümiert Marcus Jeschke, „dass das Gehirn die anderen Eingänge verstärkt, um die durch das Schalltrauma entstandene Frequenzlücke zu schließen. Wir gehen davon aus, dass bei allen signalverarbeitenden Vorgängen über einen langen Zeitraum betrachtet stets ein gleichförmiger Zustand aufrechterhalten wird.“ So würden synaptische Verschaltungen beispielsweise am Tage verstärkt, wenn gelernt wird. In der Nacht werde die Gesamtaktivität aber wieder heruntergefahren, sodass in der Summe eine Art Gleichgewicht, die Homöostase, erreicht wird. „Nun kann das auditorische System diese im Schädigungsbereich nicht mehr ohne Weiteres leisten, da es ja keinen Input mehr gibt“, fährt Jeschke fort. Es wäre also denkbar, dass die Homöostase dann nur über die Aktivierung aus den anderen Kortexbereichen möglich ist.

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The Hearing Journal, March 2021 - Volume 74 - Issue 3 - p 20,22,23. doi: 10.1097/01.HJ.0000737552.03771.a4 , Glanz, G
Promise of Optogenetics ‘Sheds Light’ on Hearing Restoration

It's been a long road in the history of those with hearing impairment—coming from being considered mentally inferior centuries ago to the use of the ear trumpet to refine hearing—but miles remain in the journey ahead.

What's next? Enter optogenetics.

According to Tobias Moser, MD, a professor of auditory neuroscience at the Institute for Neuroscience at the University Medical Center of Göttingen in Germany, “Optogenetics employs genetics to render cells light-sensitive and then optically controls cellular function.”

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February 9th 2021, Göttinger Tageblatt Campus online
Schwerhörigkeit behandeln: Göttinger Wissenschaftler erforschen den Hörsinn

Wissenschaftler am Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen haben entdeckt, wie das menschliche Ohr einen breiten Lautstärkebereich verarbeitet. Das könnte zur Behandlung von Schwerhörigen genutzt werden.

(Göttingen) Hören ist einer unserer wichtigsten Sinne. Störungen des Gehörs sind recht häufig: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden etwa 466 Millionen Menschen, also fünf Prozent der Weltbevölkerung, unter einer versorgungsbedürftigen Schwerhörigkeit. Die elementaren Prozesse des Hörens zu verstehen, ist eine wichtige Voraussetzung, um Schwerhörigkeit besser behandeln zu können.

Özge Demet Özçete und Prof. Tobias Moser, beide Wissenschaftler am Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), konzentrierten sich auf den ersten Kommunikationspunkt zwischen den Haarsinneszellen und Nervenfasern, die Synapsen, um diese Frage zu untersuchen. Sie fanden heraus, dass die etwa fünfzehn Synapsen einer inneren Haarzelle unterschiedliche Empfindlichkeits- und Antworteigenschaften haben.

Für ihre Untersuchungen setzen sie auf ein neuartiges simultanes Bildgebungsverfahren, mit dem sich ein- und ausgehende Signale an einzelnen Synapsen zeitgleich beobachten lassen. Die Hörforscher zeigten auf, dass die Synapsen einer einzelnen Haarsinneszelle unterschiedliche Empfindlichkeiten haben und verschieden auf die gleiche Stimulation reagieren.

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February 7th 2021, Göttinger Tageblatt Campus online
Promotionspreis für Alexander Dieter

Göttingen / Neurowissenschaftler ausgezeichnet

Der Promotionspreis 2021 der Studienstiftung des deutschen Volkes geht an den Neurowissenschaftler Alexander Dieter.

(Göttingen) Dr. Alexander Dieter, Nachwuchswissenschaftler in den Neurowissenschaften, ist von der Studienstiftung des deutschen Volkes mit einem von zwei zu vergebenden Promotionspreisen 2021 ausgezeichnet worden. Dies teilt die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit.

„Er erhielt den Preis für seine Doktorarbeit, die er am Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) unter Leitung von Prof. Tobias Moser verfasst hat“, heißt es in einer Mitteilung der UMG.

„Die Arbeit hat zum Ziel, Menschen mit schwerem Hörverlust wieder ein gutes Hören zu ermöglichen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Heute gelinge dies mit sogenannten Cochlea-Implantaten, die auf elektronischen Reizen basieren, aber eine Reihe von Nachteilen aufweisen. Dieters Forschung lege den Grundstein für Implantate, die mittels einer optischen Stimulation des Hörnervs eine entscheidende Verbesserung beim Hören erzielen.

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2020

July 23rd 2020, Medical Xpress
Using light instead of electricity in cochlear implants

A team of researchers affiliated with multiple institutions in Germany has developed a cochlear implant that converts sound waves to light signals instead of electrical signals. In their paper published in the journal Science Translational Medicine, the group describes their new hearing aid and how well it worked in test rats.

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July 9th 2020, medical design
Vielkanaliges Cochlea-Implantaten mit Mikro-Leuchtdioden

Forscher kombinieren erstmals die Gentherapie in der Hörschnecke mit optischen Cochlea-Implantaten

Herkömmliche Hörprothesen, sog. Cochlea-Implantate (CI), regen den Hörnerv hochgradig schwerhöriger oder tauber Menschen mittels elektrischen Stroms an. Die Qualität dieses künstlichen Hörens ist jedoch weit entfernt von der Qualität natürlichen Hörens. Dies zeigt sich vor allem an einem schlechten Sprachverständnis in Umgebungen mit Hintergrundgeräuschen. Auch die Musikwahrnehmung ist deutlich eingeschränkt.

Eine grundlegende Verbesserung des Hörens mit einem Cochlea-Implantat könnte in Zukunft erreicht werden, wenn es gelingt, den Hörnerv zielgenau mit Licht zu reizen. Da sich Licht – im Vergleich zu elektrischem Strom – besser räumlich eingrenzen lässt, würde es eine präzisere Anregung des Hörnervs ermöglichen.

Licht statt Strom

Auf dem Weg zur Entwicklung eines optischen Cochlea-Implantats sind jetzt Göttinger Hörforscher um Prof. Dr. Tobias Moser gemeinsam mit einem von Dr. Patrick Ruther geleiteten Team von Ingenieuren des Instituts für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg einen großen Schritt vorangekommen. Da der Hörnerv natürlicherweise nicht auf Licht reagiert, muss er durch gentherapeutische Eingriffe zunächst lichtempfindlich gemacht werden...

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July 3rd 2020, Göttinger Tageblatt / GT Campus
Göttinger Hörforscher setzen auf Licht-Implantat

Mit einem neuartigen Implantat in der Hörschnecke (Cochlea) wollen Hörforscher der Universitätsmedizin Göttingen die Hörqualität verbessern. Sie setzen Leuchtdioden ein, um den Hörnerv zu reizen.

Cochlea-Implantate (CI) regen den Hörnerv hochgradig schwerhöriger oder tauber Menschen mittels elektrischen Stroms an. Die Qualität dieses künstlichen Hörens ist jedoch weit entfernt von der Qualität natürlichen Hörens. Deshalb setzen Hörforscher darauf, den Hörnerv zielgenau mit Licht zu reizen.

„Nach UMG-Angaben zeigen die Ergebnisse: Optische CIs basierend auf Mikro-Leuchtdioden (μLED) regen den gentechnisch veränderten Hörnerv mittels Licht mit großer Präzision an. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung zukünftiger klinischer optischer Cochlea-Implantate. Wir sind damit einen großen Schritt in Richtung klinischer Anwendbarkeit künftiger optischer Cochlea-Implantate vorangekommen“, sagt der Senior-Autor der Publikation Prof. Tobias Moser, Direktor des UMG-Instituts für Auditorische Neurowissenschaften und Sprecher der Exzellenzclusters Multiscale Bioimaging (MBExC).

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July 1st 2020, Göttinger Tageblatt / GT Campus
Wie das Hören funktioniert – Göttinger Forscher veröffentlichen neue Erkenntnisse

Wissenschaftler des Göttingen Campus, des Exzellenzclusters „Multiscale Bioimaging“ veröffentlichen neue Forschungsergebnisse. Diese zeigen, dass Haarsinneszellen untereinander Verbindungen eingehen.

Forscher aus Göttingen und London haben in Untersuchungen die elementaren Vorgänge des Hörens besser verstanden: Sie fanden heraus, dass Haarsinneszellen untereinander Verbindungen eingehen. So erhöhen die Zellen die Empfindlichkeit des Hörsinns für den leisen Schall, heißt es seitens der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Auf diese Weise werde zudem die Signalübertragung zuverlässiger. In der Fachzeitschrift „Nature Communications“ wurden die Forschungsergebnisse veröffentlicht.

„Die Studie ist ein gutes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten die skalenübergreifende Bildgebung im neuen Göttinger Exzellenzcluster ,Multiscale Bioimaging’ eröffnet“, sagt Prof. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der UMG. „Nur durch die Kombination von Licht- und Elektronenmikroskopie konnten diese Prozesse über Längenskalen von wenigen Milliardstel Metern bis zirka 100 Millionstel Meter untersucht werden und der wahrscheinliche Kopplungsmechanismus offengelegt werden“, ergänzt Moser.

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January 22nd, 2020, Journal of Cell Science
First Person - Jana Kroll and Özge Demet Özçete

First Person is a series of interviews with the first authors of a selection of papers published in Journal of Cell Science, helping early-career researchers promote themselves alongside their papers. Jana Kroll and Özge Demet Özçete are co-first authors on ‘AP180 promotes release site clearance and clathrin-dependent vesicle reformation in mouse cochlear inner hair cells’, published in JCS.

Jana is a Postdoc in the lab of Prof. Dr Christian Rosenmund at Institute of Neurophysiology, Charité Universitätsmedizin, Berlin, investigating the morphology of neuronal synapses during and after exocytosis. Özge Demet is a Postdoc in the lab of Prof. Dr Tobias Moser at Institute for Auditory Neuroscience, Göttingen, Germany, investigating synaptic physiology.

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January 8th, 2020, medtech zwo online
Hören mit optischem Cochlea-Implantat

Die OptoGenTech GmbH aus Göttingen wurde für ihr optisches Cochlea-Implantat zur Wiederherstellung der Hörfähigkeit ausgezeichnet.

Die Forscher kombinieren Medizintechnik mit Optogenetik. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der TU Chemnitz haben 2019 das Start-up OptoGenTech GmbH gegründet, um implantierbare Sonden für die optische Stimulation von Nervenzellen zu entwickeln. Das Team um Tobias Moser, Daniel Keppler, Christian Goßler und Ulrich Schwarz setzt dabei auf eine Kombination aus Biotechnologie und Medizintechnik, bei der insbesondere die Technologie der Optogenetik zum Einsatz kommt.

Für diesen Ansatz wurde das Start-up nun beim niedersächsischen Gründungswettbewerb Durchstarter in der Kategorie Science Spin-off ausgezeichnet.

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2019

December 20th, 2019, Faktor
Mit Licht zum Hören

Der Göttinger Neurowissenschaftler und Top-Hörforscher Tobias Moser lässt mit bahnbrechenden Erkenntnissen die Fachwelt und Betroffene aufhorchen.

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December 10th, 2019, Göttinger Tageblatt
Start Up der Universitätsmedizin überzeugt beim Durchstarter-Preis

Das von Forschern der Universitätsmedizin Göttingen und TU Chemnitz gegründete Start-Up OptoGenTech hat beim Gründungswettbewerb „Durchstarter“ einen dritten Platz gewonnen. Die Firma überzeugte mit der Entwicklung eines optischen Cochlea-Implantats.

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September, 2019, c't magazin online
Taube Ohren lernen, Töne zu sehen

Zukunftstechnik reizt gemanipulierten Hörnerv mit Licht

Heutige Cochlea-Implantate übersetzen den Schall in Stromsignale direkt in der Hörschnecke. Künftig will ein Forscherverbund dort ein Licht-Array mit Hunderten von LEDs einsetzen. Die Hörzellen sollen dazu durch ein Algengen sehen lernen....

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September 6th, 2019, News Medical Life Science
Optogenetics in Cellular Biology and Human Disease Models

What is Optogenetics? Optogenetics is a combination of the manipulation of genes and optics in living tissues. This technique uses light-responsive proteins called opsins. This allows scientists to switch selective neurons on or off precisely and selectively...
The neuroscientist Tobias Moser from Goettingen University in Germany is attempting to increase the precision of this implant using optogenetics. His approach includes the induction of light-responsive ion channels in cochlear cells, and linking them with a specific LED array. This would allow sound signals to be converted into light, which would increase the ability to receive more frequencies...

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May 22nd, 2019, esanum
Hören mit Licht - Das optische Cochlea-Implantat

Bahnbrechende Forschung stellt selbst Musikgenuss durch Lichtimpulse in Aussicht

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May 22nd, 2019, Ärzteblatt
Optogenetik: Besser Hören mit Licht

Neue Möglichkeiten, das Hörvermögen von Schwerhörigen wiederherzu­stellen, hat der Neurowissenschaftler Tobias Moser im Rahmen des Hauptstadtkon­gresses vorgestellt. Gemeinsam mit seinem Team forscht der Leiter des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen seit 2008 an optischen Cochleaimplantaten. Der Vorteil gegenüber bisherigen Cochleaimplan­ta­ten: die optischen Modelle ermöglichen ein feiner differenziertes Hören.

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May 20th, 2019, Der Tagesspiegel online
Schwerhörigkeit

"Licht könnte den Menschen mehr Informationen über Tonhöhen zurückgeben“

Herr Moser, schon heute wird stark schwerhörigen oder völlig gehörlosen Menschen mit Prothesen geholfen, die in die Hörschnecke eingeführt werden. Diese Cochlea-Implantate funktionieren mit elektrischem Strom. Warum wollen Sie es nun stattdessen mit Licht versuchen?
Die Cochlea-Implantate, die es heute gibt, sind ganz hervorragende Prothesen. Rund 700.000 Menschen weltweit verstehen damit gesprochene Sprache. Das gelingt am besten, wenn zwei Menschen sich in einer ruhigen Umgebung gegenüber sitzen, aber auch am Telefon. Diese Implantate wandeln Schall in elektrische Signale um und stimulieren den Hörnerv direkt – unter Umgehung der geschädigten oder verlorenen Haarzellen. Ein bis zwei Dutzend Elektroden geben dabei in der Hörschnecke des Innenohrs Strom ab, um Nervenzellen zu stimulieren. Die Implantate haben aber ein Problem, das wir nicht überwinden können: Es ist schwer, mit ihnen bei Störgeräuschen Sprache zu verstehen, und es ist kaum möglich, Melodien gut zu verfolgen. Das ist auch leicht nachzuvollziehen: Denn vergleicht man die Hörschnecke mit einer Wendeltreppe, dann wird dabei ein ganzes Stockwerk auf einmal angeschaltet, es ist kaum möglich, einzelne Treppenstufen zu berühren. Doch jede dieser Stufen entspricht einer Tonhöhe, über die das Gehirn informiert wird. Bis zu 2000 Tonhöhen kann das gesunde Ohr unterscheiden. Darauf zu verzichten ist vor allem für Menschen schwer, die vorher gern Musik gehört haben. Dieses Problem möchten wir überwinden, indem wir Licht statt Strom einsetzen.
Worin liegt der Vorteil von Licht?
Man kann es besser bündeln als Strom. Den Hörnerv optisch anzuregen, würde deshalb wesentlich mehr separate Stimulationskanäle ermöglichen und könnte diesen Flaschenhals der gegenwärtigen Implantate überwinden. Es könnte den Menschen mehr Informationen über Tonhöhen zurückgeben.

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May 7th, 2019, Göttinger Tageblatt online
Göttinger "Händel-Talk" mit Wissenschaftlern und Musikern

Die Dosis macht den Hörgenuss

Lauter als ein Rasenmäher mäht, kann Erica Eloff singen. Das klingt nicht unbedingt wie ein Kompliment. In dem Fall ist es aber eins. Die aus Südafrika stammende Künstlerin gehört zu den weltweit gefragten Sopranistinnen. Dem Organisationsteam der am 17. Mai beginnenden Internationalen Händel-Festspiele um den Geschäftsführenden Intendanten Tobias Wolff ist es gelungen, die Sängerin zu verpflichten. Bereits am Montagabend beteiligte sich Eloff, wie auch der Künstlerische Leiter der Festspiele, Laurence Cummings, an einer Veranstaltung im Restaurant des Uni-Klinikums. Unter der Überschrift „Händel-Talk meets Kultur“ ging es um das Hören und um das Gehör: ein gemeinsames Projekt von Göttinger Hörforschern und Künstlern, zugleich der dritte und letzte Teil der Händel-Talk-Reihe.

Zu laute Musik verursacht Hörschäden Musik und Hören sind eng miteinander verwoben, hieß es in der Einladung. Besonders für Musiker sei ein feiner Hörsinn unverzichtbares Werkzeug. Doch könne auch die schönste Musik auf Dauer zu Hörschäden führen, wenn sie zu lange und zu laut genossen wird, gab die Fachärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Nicola Strenzke zu bedenken.

Also besser keine Musik mehr hören? Händel-Festspiele adé? Prof. Moser hatte darauf eine alle in Erwägung gezogenen Präventionen dieser Art ad absurdum führende Antwort: „Ich würde mich freuen über jeden Rasenmäher, der eine Musik macht wie Erica Eloff.“

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February 19th, 2019, Inomed Medizintechnik GmbH
Mit Licht hören: Optogenetische Cochlea-Implantate bieten neue Möglichkeiten

Die Optogenetik, ein rasch wachsendes Forschungsfeld in den Neurowissenschaften, nutzt Licht für die gezielte Erregung von Nervenzellen und eröffnet damit neue und vielversprechende Möglichkeiten in der Medizintechnik.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojektes „Optical CI“ wurde die neuartige Methode der Neurostimulation mittels Licht in Form eines optogenetischen Cochlea-Implantats erforscht. Die inomed Medizintechnik GmbH, das Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg sowie das Institut für auditorische Neurowissenschaften der Unimedizin Göttingen haben in intensiver dreieinhalb-jähriger Zusammenarbeit an der Entwicklung eines Cochlea-Implantats mit mikroskopisch kleinen Leuchtdioden (LEDs) gearbeitet. Darüber hinaus ist die Firma Med-El aus Innsbruck, Österreich, als Kooperationspartner eingebunden, was eine Besonderheit für ein deutsches Forschungsprojekt darstellt. Ende 2018 wurde das Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen.

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February 6th, 2019, Göttinger Tageblatt
Investoren für optisches Innenohr-Implantat gesucht

Firma OptoGenTech hat sich am Göttinger Photonik-Inkubator gegründet.

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February 4th, 2019, Göttinger Tageblatt
Gentherapie macht taube Mäuse hörend

Hörverlust kann aktuell nur mit Prothesen behandelt werden. Göttinger Forschern gelang, tauben Mäusen ein fehlendes Gen in das Innenohr zu schleusen und damit das Hören wiederherzustellen.

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January 27th, 2019, Göttinger Tageblatt
Mehr als 25 000 Besucher bei Nacht des Wissens in Göttingen

Mehr als 25 000 Besucher sind zur vierten Göttinger Nacht des Wissens gekommen. 370 Veranstaltungen an 25 Orten gab es im Stadtgebiet Göttingen. Die Universität freut sich über den Erfolg.

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January 27th, 2019, HNA
25 000 waren am Samstag in Göttingen auf der Suche nach dem Wissen

Göttingen - Mehr als 25 000 Menschen haben am Samstag die 4. Nacht des Wissens in Göttingen besucht, so die Schätzung der Uni Göttingen, die die NDW koordiniert.

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2018

November 29th, 2018, Stadtradio Göttingen
DFG verlängert sensorischen Sonderforschungsbereich der Göttinger Universitätsmedizin

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat ihre Förderung für den sensorischen Sonderforschungsbereich der Universitätsmedizin Göttingen für vier weitere Jahre verlängert. Damit stehen dem Forschungsprojekt über neun Millionen Euro zur Verfügung. Der Sonderforschungsbereich SFB 889 untersucht die zellulären Mechanismen sensorischer Verarbeitung und wurde in den ersten Förderperioden als hervorragend beurteilt.

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November 27th, 2018, Göttinger Tageblatt
Neun Millionen Euro für die Erforschung der Sinne an der Uni Göttingen

Die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft (DFG) fördert den sensorischen Sonder-Forschungsbereich (SFB 889) unter Sprecherfunktion der Universitätsmedizin Göttingen mit mehr als neun Millionen Euro. Die Förderung gilt für weitere vier Jahre, teilte UMG-Sprecher Stefan Weller mit.
Sehen, Hören, Riechen, Tasten: die wichtigsten menschlichen Sinne besser verstehen will der Sonderforschungsbereich SFB 889 „Zelluläre Mechanismen sensorischer Verarbeitung“, so Weller. Nach einer als „hervorragend begutachteten wissenschaftlichen Leistung in der ersten und zweiten Förderperiode seit 2011“, unterstützte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die weitere Erforschung der Sinne.

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November 23rd, 2018, Göttinger Tageblatt
Göttinger Forscher entschlüsseln Informationsübertragung im Ohr

Göttinger Wissenschaftler sind dem Verständnis, wie der Mensch hört, näher gekommen. Zwei Forscher von MPI und UMG hätten die „fundamentale Frage“ der Informationsübertragung im Ohr geklärt.

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October, 2018, Bernstein Network Computational Neurosciences
Hearing with light? - Science Days 2018 at the Europa Park Rust

Listen and experience what your brain can do - this was the motto of the Science Days 2018 at the Europa Park in Rust. Researchers at the Bernstein Center in Göttingen are working on the question of whether one can hear with light or whether something like a light switch for the ear is possible at all?
Visitors could see and understand the processing of light-encoded sound with the help of the ear model with implemented LEDs.

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September 28th, 2018, HNA
Das neue Göttinger Exzellenz-Projekt: HD-Bilder aus dem Körper

Bundesforschungsministerium, Forschungsgemeinschaft und Wissenschaftsrat haben dem Göttinger Verbund „Biomedizinische Forschung mit hochauflösende Bildgebungsverfahren“ das Gütesiegel als Exzellenzcluster verliehen – dazu Fragen und Antworten.

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September 10th, 2018, eurolife online
Tobias Moser was awarded the Eurolife Medal 2018

On the 26th of June, students and researchers from the Medical University of Innsbruck (MUI) had the opportunity to participate in the Eurolife Distinguished Lecture of Prof. Tobias Moser. Prof. Moser gave an interactive presentation on the optogenetic techniques, which he developed, which constitute a hope for optical cochlear implants. Upon the completion of his lecture, Prof. Moser was awarded the Eurolife Medal, as an expression of the Network’s recognition of his achievements. The lecture was received with a great enthusiasm from the Innsbruck students, and Prof. Moser himself stressed that he hopes to be back.

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July 16th, 2018, Scientific American online
Light Beam Lets the Deaf (Gerbil) Hear
A next-generation cochlear implant might allow the hearing-impaired to listen to music and cope with noise

Some half a million people worldwide with severe hearing loss use an electronic implant in the ears to be able to let them understand speech. Cochlear implants, as they are known, are one of the most successful technologies to have come out of neuroscience, but only provide partial correction for any hearing deficit. They are not a bionic device that lets people enjoy a Mozart symphony or make out a friend’s gossip in the din of an outing at a local club. “If they go to a restaurant, it’s very hard for them to understand speech,” says auditory neuroscientist Tobias Moser of the University of Goettingen in Germany. “They also suffer from not appreciating melodies.”

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July 16th, 2018, Deutschlandfunk online
Optisches Cochlea-Implantat
Hören mit Licht

Ein Cochlea-Implantat ist eine Art Hörgerät für gehörlose Menschen. Es übersetzt Schall in Stromimpulse, die direkt an die Hörnerven geleitet werden. Ein neuartiges Version will nun die Klangqualität entscheidend verbessern – und setzt dabei auf Licht statt Strom.

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July 14th, 2018, Göttinger Tageblatt online
Taube Mäuse können wieder hören

Mit einem sogenannten Cochlea Implantat konnten Taube bisher wieder hören, wenn auch einge­schränkt. Wissenschaftler der Uni­versitätsmedizin Göttingen haben in Tierversuchen eine Methode entwickelt, künftig die­ses Hören zu verbes­sern. Sie stimulieren den Hörnerv nicht mit Strom, sondern mit Licht.

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July 13th, 2018, Neue Züricher Zeitung online
Licht lässt taube Mäuse aufhorchen

Herkömmliche Cochlea-Implantate können den natürlichen Hörsinn nur sehr begrenzt wiederherstellen. Das könnte sich mit einer neuen Generation von Hörprothesen ändern, die mit Licht statt elektrischen Impulsen arbeiten.
Forscher der Universitätsmedizin Göttingen haben ein neuartiges Cochlea-Implantat entwickelt, das mithilfe von Licht den Hörsinn wiederherstellt. In der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins «Science Translational Medicine» berichten die Wissenschafter von erfolgreichen Tests des Implantats an Rennmäusen.

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July 12th, 2018, physics world online
Optical cochlear implants restore hearing in deaf gerbils

A research team at the University Medical Center Göttingen has created a cochlear implant that uses light to restore auditory responses in deaf gerbils. The study provides a proof-of-concept that combining optical stimulation with genetic manipulation can successfully restore sound perception, and could lead to a new generation of more accurate cochlear implants (Sci. Transl. Med. 10 eaao0540).

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July 12th, 2018, Medicalxpress online
Light based cochlear implant restores hearing in gerbils

A team of researchers with members from a variety of institutions across Germany has developed a new type of cochlear implant—one based on light. In their paper published in the journal Science Translational Medicine, the group describes their new implant and how well it worked in test gerbils.

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July 12th, 2018, Stadtradio Göttingen online
Göttinger Forscher haben optisches Hörimplantat erfolgreich an tauben Mäusen getestet

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen haben ein optisches Cochlea Implantat entwickelt, mit dem taube Mäuse wieder hören können. Damit hat das Team um Tobias Moser, dem Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften, eine bedeutende Hürde in Richtung einer zukünftigen Anwendung des Implantats beim Menschen nehmen können. In der vorliegenden Studie konnten die Forscher über Injektionen von harmlosen Viruspartikeln in das Innenohr von ausgewachsenen Mäusen Lichtschalter in die Hör-Nervenfasern einbauen. Sie konnten nachweisen, dass die Lichtstimulation des Hörnervs das gesamte auditorische System bis hin zur Hörrinde, dem Ort der bewussten Wahrnehmung von Geräuschen, anregt. Zudem konnten die Autoren an ertaubten Tieren zeigen, dass die Lichtstimulation des Hörnervs ein Hören wiederherstellt. Es bleibe allerdings noch sehr viel zu tun, bevor das Team überhaupt über eine klinische Studie nachdenken könne, so Moser. Aktuell werde intensiv an der Entwicklung von optischen Vielkanal-Cochlea Implantaten gearbeitet.

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July 12th, 2018, HNA online
Erfolg für Göttinger Forscher: Taube Mäuse können hören

Es ist die große Hoffnung für viele hörbehinderte Menschen: Göttinger Forscher haben ein Implantat entwickelt, mit dem bislang gehörlose Mäuse wieder hören können.
Hörminderungen sind ein weltweit häufig verbreitetes Krankheitsbild, mit dem fast jeder Mensch früher oder später konfrontiert wird. Die Sinneszellen des Innenohrs – äußere und innere Haarzellen – dienen der Schallverstärkung beziehungsweise der Umwandlung des Schalls in elektrische Impulse zur Weiterleitung an unser Gehirn. Diese Haarzellen des Innenohres, die zu Beginn des Lebens ausgebildet werden, müssen im besten Fall auch im hohen Lebensalter noch ihren Dienst verrichten.

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July 11th, 2018, New Scientist online
Ear implant lets deaf gerbils sense sound from light signals

A special cochlear implant has used to light to enable deaf gerbils to sense sound. The results suggest that optical stimulation could one day be used to treat hearing loss in people.

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July 11th, 2018, IEEE Spectrum online
Device Uses Flashes of Light to Restore Hearing

An optogenetic technique tested in gerbils, if it can be replicated in humans, could pave the way to better hearing aids
Scientists in Germany have succeeded in restoring hearing sensations in gerbils using flashes of light. The technique, if it can be developed for humans, could offer a more refined, high-resolution auditory experience than what can be achieved with current hearing devices such as the cochlear implant.

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July 11th, 2018, STATnews online
Pulses of light restored hearing in gerbils. Could that lead to higher-tech cochlear implants?

Could light one day be used to restore hearing?
To try to answer that question, a team of German bioengineers surgically installed coiled strips of optical fibers in the ears of deaf gerbils.
While they still had their hearing, the gerbils had learned to hurdle a small barrier upon hearing an alarm. Now researchers sent a pulse of blue laser light deep into the animals’ ears. They jumped

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July 11th, 2018, Futurism online
The Digest: Scientists Create New Cochlear Implants That Allow Gerbils to “Hear” Light

USEFUL, BUT NOT PERFECT. For millions of people with hearing impairment, getting a cochlear implant can be life-changing. These electronic devices can bypass the damaged part of a person’s ear, translating sounds into electrical signals that then reach the brain via the auditory nerve. This doesn’t restore a person’s hearing per se, but does allow them to experience the sensation of hearing. Under the right conditions, the devices even give users the ability to understand speech.
Though they can be useful, today’s cochlear implants are still far from perfect — users can have a tough time comprehending speech in environments with a lot of interfering noise, like in a crowded restaurant. In an attempt to improve these devices, a team of German researchers just published a proof-of-concept study on a type of cochlear implant that uses light to simulate sound. They published their research on July 11 in the journal Science Translational Medicine.

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July 11th, 2018, NDR.de online
Forscher: Taube sollen mit Licht wieder hören

Viele Menschen werden im Laufe ihres Lebens schwerhörig oder gar taub. Ein Grund: Die Haarzellen des Innenohrs werden geschädigt. Sie dienen der Schallverstärkung, beziehungsweise der Umwandlung des Schalls in elektrische Impulse, die ans Hirn geleitet werden. Neu gebildet werden können die Haarzellen nicht. Hilfe verspricht nun ein Verfahren eines Forscherteams der Göttinger Universitätsmedizin. In Zukunft wollen die Experten statt auf das herkömmliche elektrische Cochlea-Implantat auf ein optisches setzen.

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July, 2018, Medizin Aspekte online
Taube Mäuse können mit optischem Cochlea Implantat wieder hören.

Hörminderungen sind ein weltweit stark verbreitetes Krankheitsbild, mit dem fast jeder Mensch früher oder später konfrontiert wird. Die Sinneszellen des Innenohrs – äußere und innere Haarzellen – dienen der Schallverstärkung beziehungsweise der Umwandlung des Schalls in elektrische Impulse zur Weiterleitung an unser Gehirn. Dieselben Haarzellen des Innenohres, die zu Beginn des Lebens ausgebildet werden, müssen im besten Fall auch im hohen Lebensalter noch ihren Dienst verrichten. Der Grund: Die Zellen können, wenn sie verloren gegangen sind, nicht neu gebildet werden. Diese Haarzellen sind im Laufe ihres Lebens täglich starken Belastungen ausgesetzt. Vor allem Lärm führt zu Schädigungen, aber auch Medikamente, Infektionen oder Durchblutungsstörungen können zum Haarzell- und damit Hörverlust beitragen.
Ein Team von Forschern unter Leitung von Prof. Dr. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), konnte nun die optogenetische Anregung des Hörnervs im erwachsenen Tiermodell etablieren. Damit haben sie eine bedeutende Hürde in Richtung einer zukünftigen Anwendung des optischen Cochlea Implantats (CI) beim Menschen nehmen können. Die Ergebnisse wurden am 11. Juli 2018 im Wissenschaftsjournal „Science Translational Medicine“ veröffentlicht.

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June 24th, 2018, Göttinger Tageblatt online
Dieses Gerät soll Schwerhörigen noch besser helfen

Das neu entwickelte optogenetische Cochlea-Implantat (CI) soll in der Zukunft das Hörvermögen von gehörlosen und schwerhörigen Menschen verbessern. Entwicklungsleiter Tobias Moser vom Institut für Auditorische Neurowissenschaften erklärt, inwiefern Lichtimpulse dabei eine Rolle spielen.

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June 18th, 2018, Frankfurter Allgemeine online
Versteckte Schwerhörigkeit
Keine Musik mehr, wenn sie laut ist

Zerstörte Hörzellen im Innenohr galten bisher als wichtigste Ursache der Schwerhörigkeit. Inzwischen spricht vieles dafür, dass der Mensch noch viel empfindlicher auf Lärm reagiert.

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June 12th, 2018, Göttinger Tageblatt online
Wichmann entschlüsselt Vorgänge zum Hören

Es geht um die Zellen im Ohr, in denen der Schall in elektrische Signale umgewandelt wird: Prof. Carolin Wichmann arbeitet in der Universitätsmedizin an der Entschlüsselung molekularer Vorgänge an Synapsen, die das Hören ermöglichen.

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June 7th, 2018, Göttinger Tageblatt online
Kinder horchen zum Thema Hören

Hören und nicht hören – von haarigen Zellen und leuchtenden Ohren“, so der Titel der vierten Vorlesung der Kinder-Uni im Sommersemester 2018.
Prof. Tobias Moser nahm seine jungen Zuhörer mit auf eine 60-minütige Reise in die akustische Wunderwelt.

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May 18h, 2018, Göttinger Tageblatt online
Internationale Tagung in Göttingen
Molekulare Grundlagen des Hörens

Erstmals ist das „Molecular Biology of Hearing and Deafness“-Symposium in Deutschland zu Gast. Vom 16. bis 19. Mai tauschen sich in Göttingen rund 200 Biologen und Mediziner aus aller Welt über die Molekularbiologie des Hörens aus.
Die Konferenz wird am Mittwoch, 16. Mai, durch Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Forschungsgruppenleiter am MPI für biophysikalische Chemie, und Gregor Eichele, Direktor am MPI für biophysikalische Chemie, eröffnet. Veranstaltungsort ist das Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie in Göttingen, das zusammen mit dem Sonderforschungsbereich SFB 889 „Zelluläre Mechanismen der sensorischen Verarbeitung“ der UMG in Kooperation mit weiteren Forschungsverbünden diese Tagung ausrichtet.

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May 14h, 2018, Göttinger Tageblatt online
Göttinger Forscherteam entwickelt optogenetische Cochlea-Implantate

Ein Forscherteam aus Frankfurter und Göttinger Hörforschern hat eine Voraussetzung für die verbesserte Verarbeitung von Tonfrequenzen über rote Lichtpulse herausgefunden. Optogenetische Cochlea-Implantate sollen gehörlose Menschen eines Tages möglicherweise wieder Musik hören lassen.

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May 3rd, 2018, Göttinger Tageblatt online
"InnoTruck" stoppt in Göttingen

Innovation zum Anfassen

Er präsentiert Technik und Ideen für die Zukunft und soll neugierig machen auf Innovation. Zurzeit macht der „InnoTruck“ des Bundesforschungsministeriums Station in Göttingen: Ein Truck voll mit Forschung zum anfassen und begreifen auf kleinstem Raum.

Heute stelle „gesundes Leben“ die Forschergemeinschaft und Gesellschaft vor ganz andere Herausforderungen. Jetzt gehe es unter anderem darum, wie wir mit einer behandelten aber nicht geheilten Krankheit besser leben können: zum Beispiel mit der Impfkartusche, die ein Medikament sogar in Pulverform ohne Nadel injiziert oder mit Optogentechnik und Licht für besseres Hören.

Auf Initiative des Göttinger Institutes für Auditorische Neurowissenschaften und des „InnerEarLabs“ macht der Truck auch in Göttingen einen Stopp

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May 1st, 2018, Göttinger Tageblatt online
InnoTruck in Göttingen

Technologie der Zukunft erleben

In einem Truck können Besucher am Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Mai, eine Ausstellung rund um Erfindungen und zukünftige Technologien besichtigen. Der „InnoTruck“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hält vor dem Alten Rathaus, Markt 9, in Göttingen.

Das Institut für Auditorische Neurowissenschaften und das „InnerEarLab“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben den Truck eingeladen. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der UMG, zeigt, wie er genetisch veränderte Zellen mit Hilfe von Licht steuert. „Ich bin begeistert von der Idee und Umsetzung dieses mobilen Dialogforums, mit dem das Spektrum der naturwissenschaftlich-technischen Forschung in Deutschland vorgestellt wird“, erklärt Moser. Die Göttinger könnten nun „Spitzenforschung auf moderne und sehr anschauliche Art und Weise kennenlernen“, sagt der Direktor.

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Feb 22nd, 2018, Göttinger Tageblatt
Uni Göttingen will wieder Exzellenz-Uni werden

Von 2012 bis 2017 war die Uni Göttingen bereits erfolgreich in der Exzellenzinitiative. Im September fällt erneut eine Entscheidung über die Förderung von Spitzenwissenschaft. Vier Anträge für Exzellenzcluster sind dafür eingereicht.

1: “Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen” Ziel ist es, die strukturellen und funktionellen Eigenschaften erregbarer Zellen in Herz und Hirn über mehrere Längenskalen hinweg zu verstehen. Um krankheitsrelevante, kleinste Funktionseinheiten in Herz- und Nervenzellen zu entschlüsseln, sollen innovative bildgebende analytische Methoden entwickelt und angewandt werden. Mit den Erkenntnissen sollen neue diagnostische und therapeutische Ansätze für Erkrankungen von Herz und Hirn ermöglicht werden. Sprecher des Vorhabens sind der Neurowissenschaftler Prof. Tobias Moser von der Universitätsmedizin Göttingen, die Chemikerin Prof. Claudia Steinem von der Uni und der Molekularbiologe Prof. Patrick Cramer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.

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Mar 1st, 2018, Die Zeit
Beat the Prof: Was ist das absolute Gehör?

Wo haben Mücken ihre Ohren? Können wir Ultraschall hören?

Ein Forschungsteam, zehn Fragen zum Thema Hören: Beat the Prof!

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Feb 22nd, 2018, Göttinger Tageblatt
Uni Göttingen will wieder Exzellenz-Uni werden

Von 2012 bis 2017 war die Uni Göttingen bereits erfolgreich in der Exzellenzinitiative. Im September fällt erneut eine Entscheidung über die Förderung von Spitzenwissenschaft. Vier Anträge für Exzellenzcluster sind dafür eingereicht.

1: “Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen” Ziel ist es, die strukturellen und funktionellen Eigenschaften erregbarer Zellen in Herz und Hirn über mehrere Längenskalen hinweg zu verstehen. Um krankheitsrelevante, kleinste Funktionseinheiten in Herz- und Nervenzellen zu entschlüsseln, sollen innovative bildgebende analytische Methoden entwickelt und angewandt werden. Mit den Erkenntnissen sollen neue diagnostische und therapeutische Ansätze für Erkrankungen von Herz und Hirn ermöglicht werden. Sprecher des Vorhabens sind der Neurowissenschaftler Prof. Tobias Moser von der Universitätsmedizin Göttingen, die Chemikerin Prof. Claudia Steinem von der Uni und der Molekularbiologe Prof. Patrick Cramer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.

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Feb 19th, 2018, Göttinger Tageblatt
Start-up "OptoGenTech" Licht soll taube Menschen wieder hörend machen

Implantierbare Sonden zur Steuerung von Nervenzellen mit Licht entwickelt ein fünfköpfiges Team in Göttingen und Chemnitz. Die Wissenschaftler und Kaufleute, die vom Bund in den kommenden zwei Jahren mit 1,4 Mio. Euro gefördert werden, wollen bis 2019 die Firma „OptoGenTech“ gründen.

Die seit 2002 als Fachgebiet etablierte Optogenetik, die Zellen durch genetische Veränderung lichtempfindlich macht, eröffnet den Lebenswissenschaften ganz neue Perspektiven“, berichtet Tobias Moser vom Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen. Das Start-up baue auf Forschungen auf, die sein Göttinger Team an der Universitätsmedizin und am Deutschen Primatenzentrum in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Physikern Ulrich Schwarz (Chemnitz) und Patrick Ruther (Freiburg) durchgeführt habe.

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Feb 05th, 2018, Göttinger Tageblatt
Optische Vermessung der Nano-Welt

Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie des Max-Planck-Instituts (MPI) für biophysikalische Chemie ist es gelungen, die Signalübertragung an Synapsen sichtbar zu machen. Dabei kombinierten sie die optische Nanoskopie mit der „Patch-Clamp Methode“.

„Physiologische Untersuchungen mittels der optischen Nanoskopie helfen, die kleinsten Funktionseinheiten unseres Körpers aufzuklären“, erklärt Dr. Nicolai Urban vom MPI für biophysikalische Chemie. Die elementaren Prozesse des Lebens finden auf sehr kleinem Raum im Bereich zwischen Millionstel (Mikro) und Milliardstel (Nano) Metern statt. Das zeigt sich auch bei Signalübertragung an Synapsen, den Kontaktstellen, über die Nervenzellen miteinander „sprechen“.

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2017

Nov 30th, 2017, Göttinger Tageblatt
Tobias Moser ausgezeichnet

Den Preis als herausragenden Wissenschaftler einer niedersächsischen Universität erhält Prof. Dr. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). In der Kategorie „Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler“ wurde Dr. Marion Silies geehrt, die ebenfalls an der UMG forscht.

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Nov 16th, 2017, The Scientist
Optogenetic Therapies Move Closer to Clinical Use

With a clinical trial underway to restore vision optogenetically, researchers also see promise in using the technique to treat deafness, pain, and other conditions.

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Nov 1st, 2017, EMBO J
EMBO J Cover - BEACH proteins regulate cochlear hair bundles

Cover: The cover image shows a stimulated emission‐depletion (STED) microscopy image of the stereociliar arrays of three adjacent cochlear inner hair cells stained for filamentous actin. The maintenance of these delicate structures depends on the linker protein radixin. Genetic deletion of the BEACH protein LRBA induces the progressive loss of stereociliar radixin and causes the hair bundles to degenerate, ultimately leading to deafness. From Christian Vogl, Nicola Strenzke and colleagues: The BEACH protein LRBA is required for hair bundle maintenance in cochlear hair cells and for hearing. For detail, see Article on page 2015. Scientific image by Christian Vogl (Institute for Auditory Neuroscience and InnerEarLab Goettingen, Germany) and Christian Wurm (Abberior Instruments, Goettingen, Germany).

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Sep 29th, 2017, Göttinger Tageblatt
„Exzellenzstrategie / Vier Göttinger Forschungsprojekte in der Endrunde"

In der „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen in Deutschland sind die ersten Entscheidungen gefallen: Vier Projekte der Georg-August-Universität Göttingen sind in die engere Wahl gekommen, teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft am Freitag mit.

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Sep 27th, 2017, Göttinger Tageblatt
„Versteckter Hörverlust / Einblicke in eine kaum bekannte Krankheit"

© Photo: Göttinger Tageblatt
Dass unser Hörvermögen durch jahrelange Lärmbeschallung leiden kann, ist allgemein bekannt. Was aber ist ein versteckter Hörverlust und kann ein einziger Knall ausreichen, um unser Gehör nachhaltig zu schädigen? Um diese Fragen ging es in der Reihe DenkBAR im Kulturcafé Apex.
Der Göttinger Mediziner und Neurowissenschaftler Tobias Moser und Dirk Beutner, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), sprachen über die Frage, ob Lärm eine Ursache für den versteckten Hörverlust sein kann. Eingeladen zu der Veranstaltung hatten das Göttinger Exzellenzcluster und das Forschungszentrum für Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB).

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Sep 4th, 2017, HNA
„Auf dem Sinne-Parcour: Was das Gehirn nur schwer verarbeitet"

© Photo: Schröter / HNA
Besucherandrang herrschte am Samstag beim "Tag der Sinne" auf den Fluren und in der Cafeteria des Max-Planck-Instituts (MPI) für experimentelle Medizin.
„Das ist echt witzig, aber auch verdammt schwer“, meinte die siebenjährige Luisa, während sie mit der Prismenbrille vor den Augen versuchte, einen Stern nachzuzeichnen.

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Sep 2nd, 2017, Göttinger Tageblatt
„Sinnliches Experimentieren"

Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Tasten: Wie geht das eigentlich?
Die wissenschaftliche Wahrheit hinter diesen scheinbaren Selbstverständlichkeiten war am Sonnabend Thema im Göttinger Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. Grund genug für die beiden Abteilungen der Göttinger Universität und die Mitarbeiter des Sonderforschungsbereichs „Zelluläre Mechanismen der sensorischen Verarbeitung“, Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsen zu erklären, wie diese Sinne funktionieren und was die Forschung dazu sagt.

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April 18th, 2017, CNBC
"New technology that can help the 360 million people with hearing loss"


• Technology enables rodents to hear light
• Light-sensitive switch controls action of drugs

For the 360 million people worldwide who lack some or all of their ability to hear, technological interventions have already come a long way. But still, they're not perfect. Hearing aids don't translate certain frequencies as well as regular hearing, and some users find hearing interventions uncomfortable or are ideologically opposed to them. Soon that might all change. Scientists are working on a number of experimental techniques that may soon transform hearing interventions. That could greatly improve the quality of life for millions, who have been waiting a long time — the last major innovation in hearing technology occurred in 1985.

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March 16th, 2017, NDR.de
"Göttingen-Spirit": Die Liga der Spitzenforscher

Der Hattrick ist perfekt: Zum dritten Mal in Folge geht der renommierteste deutsche Forschungspreis, der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, nach Göttingen. In diesem Jahr konnte ein Chemiker die Jury überzeugen.

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January 12th, 2017, HNA
Göttinger Wissenschaftler finden eine Ursache für Schwerhörigkeit

Die Ursachen für eine seltene erbliche Schwerhörigkeit haben Göttinger Hörforscher aufgedeckt. Betroffene können leise Töne fast so gut wie Normalhörende wahrnehmen, aber gesprochene Sprache kaum verstehen.

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January 6th, 2017, Göttinger Tageblatt
Ernst Jung Preis 2017 Innovative Therapiekonzepte

Göttingen. Prof. Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften, Sprecher des Sonderforschungsforschungsbereichs SFB 889 „Zelluläre Mechanismen Sensorischer Verarbeitung“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Leibniz-Preisträger 2015, wird auch ausgezeichnet für seine bedeutende Vorarbeit für die weitere anwendungsbezogene Erforschung seines Fachgebiets, so die Begründung der Stiftung. Mit dem Ernst Jung-Preis für Medizin prämiert die Stiftung jährlich Wissenschaftler und Projekte, die durch ihre Arbeit Fortschritte in der medizinischen Therapie vorbereiten. Der Preis ist mit 300 000 Euro dotiert. Moser teilt sich Auszeichnung und Preisgeld mit dem Strukturbiologen Prof. Nenad Ban, ETH Zürich. Moser ist führend in der Erforschung der Synapsen im Innenohr und international an vorderster Spitze in der Erforschung der Physiologie und Pathophysiologie des Innenohrs. Wie werden Geräusche von unserem Gehör aufgenommen? Wie erhalten wir innerhalb weniger Sekundenbruchteile eine akustische Information? Schallwellen treffen auf das Ohr und werden von den Sinneszellen der Cochlea in elektrische Signale umgewandelt, die unser Gehirn wahrnehmen und verarbeiten kann. Diese blitzschnell ablaufenden Prozesse der synaptischen Schallkodierung auf molekularer Ebene zu verstehen, ihre Pathologie zu untersuchen und Gentherapien zu entwickeln, sind die Forschungsziele von Moser und seinen Mitarbeitern. Sie erarbeiten wichtige Grundlagen auf dem Gebiet, das mittlerweile von weltweit mehr als 20 Arbeitsgruppen sehr aktiv erforscht wird. Seit 2008 leisten die Forscher zudem Pionierarbeit bei der Etablierung des optogenetischen Cochlea-Implantats. Ihre Erkenntnisse versprechen Verbesserungen in einer neu zu entwickelnden Generation von Innenohrimplantaten, bei denen die Fasern des Hörnervs mit Licht gereizt werden. In seiner Forschung ist Moser eng vernetzt mit anderen Forschungseinrichtungen. So leitet er in Göttingen die Arbeitsgruppe „Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik“ am Deutschen Primatenzentrum, die Arbeitsgruppe „Synaptische Nanophysiologie“ am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie sowie die Arbeitsgruppe „Auditorische Neurowissenschaften“ am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. chb/r


2016

August 2nd, 2016, Göttinger Tageblatt
Wie biologische Vielfalt das Ohr fit macht

Göttinger Hörforscher stellen fest: Das Ohr setzt Synapsen mit verschiedenen Eigenschaften ein. Der menschliche Hörsinn verarbeitet einen großen Bereich an Lautstärken. Wie schafft es das Ohr etwa, über eine Million Schalldruckvariationen zu verarbeiten?


July 7th, 2016, New Scientist, Daily News
Cochlear implants boosted by gene therapy plus tiny LEDs

Can light restore hearing in deaf people? Researchers hope that through optogenetics, they can use micro-LED lights to make better cochlear implants than those used by deaf people today (...)

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May 28th, 2016, Der Spiegel
Summende Arme

Fühlende Kunsthände, Hören mit Licht, Sehkraft für Blinde – Prothesenforscher stellen in Göttingen ihre neuesten Ideen vor.

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April 13th, 2016, Göttinger Tageblatt
Ministerium fördert fünf Göttinger Projekte

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert zwölf Spitzenforschungskonzepte der Hochschulen mit insgesamt 11,6 Millionen Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. Darunter sind fünf Vorhaben der Universität Göttingen.

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February 15th, 2016, Welt am Sonntag
Lichtschalter gegen Blindheit

Eine neue Therapie macht Nervenzellen empfindlich für Licht. Das könnte gegen Netzhauterkrankungen helfen, aber auch gegen Schwerhörigkeit und chronische Schmerzen

(...) Auch hochgradig Schwerhörigen könnte die optogenetische Behandlung helfen, so Hegemann. Der Göttinger Hörforscher Tobias Moser arbeitet daran, Cochlea-Implantate so umzugestalten, dass mit ihnen Schall in Licht umgewandelt wird. Dann würde der Hörnerv nicht wie bislang bei diesen Prothesen üblich, elektrisch stimuliert, sondern optogenetisch. (...)

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2015

October 29th, 2015, Medizintechnologie.de
Ein Lichtschalter für besseres Hören

TAls 1984 die ersten Cochlea-Implantate auf den Markt kamen, war das eine Revolution. Viele Skeptiker hatten es für unmöglich gehalten, dass man tatsächlich mit elektrischen Impulsen Klänge und Sprache hörbar machen kann. Nun streben Forscher eine neue Revolution an: das Hören per Licht. Die sogenannte optogenetische Stimulation des Hörnervs ist sehr präzise. Anfang Oktober ist ein Verbundprojekt gestartet, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Gemeinsam mit Wissenschaftlern entwickelt die inomed Medizintechnik GmbH eine neue Generation von Cochlea-Implantaten.

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October 27th, 2015, dasGehirn.info
Tobias Moser im Interview

Tobias Moser – Gewinner des Leibniz-Preises 2015 – forscht am Gehör, genauer: den Haarzellen der Cochlea. In einem Gespräch mit vielen Hintergrundgeräuschen auf der NWG 2015 ging es unter anderem um unbemerkte Hörschäden und Taubheit durch hohe Temperatur.

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October 12th, 2015, Göttinger Tageblatt
Göttinger Hörforscher bahnen Weg zur Gentherapie der Schwerhörigkeit

Etwa 360 Millionen Menschen leiden nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einer maßgeblichen Schwerhörigkeit. Göttinger und Berliner Wissenschaftler sind nun dem Verständnis von Hören wie der Behandlung der Schwerhörigkeit einen Schritt nähergekommen.

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October 10th, 2015, 42, Der Spiegel
Müllabfuhr im Innenohr

Forscher aus Göttingen und Berlin haben einen Weg für eine Gentherapie bei bestimmten Formen von Schwerhörigkeit gefunden. Die Wissenschaftler untersuchten den Mechanismus, der die extrem schnelle Signalübertragung von den Innenohrzellen zu den Zellen des Hörnervs im Gehirn ermöglicht: Wie eine Art molekulare Müllabfuhr sorgen zwei Eiweiße dafür, dass in den Synapsen nach jeder Signalübertragung sofort Platz für die nächste geschaffen wird.

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September 1st, 2015, The Scientist
Hearing Help

For decades, the only remedies for hearing loss were devices such as hearing aids or cochlear implants. Now, the first pharmaceutical treatments may be on the way.

(...) Meanwhile, other groups of researchers aim to more precisely stimulate neurons in the inner ear by targeting them with light rather than electricity. While electricity from a cochlear implant scatters as it travels through the fluid-filled cochlea, light can shoot through fluids with minimal scattering. Tobias Moser at the University of Göttingen in Germany, for example, has engineered neurons of the inner ears of deaf rodents to express the light-sensitive protein channelrhodopsin-2, resulting in animals that show activity in the auditory brain stem in response to light stimulation. (...)

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July 8th, 2015, dhd-news.de
Optogenetik: Wenn das Ohr auf Licht hört

Statt auf elektrische Reize könnten taube Ohren in Zukunft auf Lichtimpulse hören. Das ist ein praktisches Anwendungsbeispiel der Optogenetik, an der der Göttinger Arzt Tobias Moser forscht. Für seine Forschungen am Innenohr und die Schallübertragung ins Gehirn hat er in diesem Jahr den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis bekommen. In den O-Tönen erklärt er, wofür die Optogenetik taugt und wie lange es noch dauert, bis Menschen davon profitieren.

Moser antwortet auf folgende Fragen:
1. Zur Einführung: Was ist Optogenetik?
2. Sie sagen damit ja praktisch, dass die bisherigen Cochlea-Implantate schlecht sind. Wann kann das optogenetische Implantat besser?
3. Wie können zerstörte Nerven leitfähig werden?
4. Wie kommt die Genetik ins Spiel?
5. Woher wissen Sie, dass die Viren für den Menschen unschädlich sind?
6. Wann könnte das eine Therapie für Menschen sein?

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August 1st, 2015, Göttinger Tageblatt
Max-Planck-Gesellschaft beruft Hörforscher Moser zum Fellow

Die Max-Planck-Gesellschaft hat den Göttinger Universitätsprofessor Tobias Moser zum Fellow berufen. Ab Januar 2016 wird der Hörforscher zu den 60 Hochschulwissenschaftlern zählen, die an Max-Planck-Instituten Mittel und Infrastruktur für eine Arbeitsgruppe erhalten.

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July 25th, 2015, Göttinger Tageblatt
US-Amerikanerin gewinnt Langstrecke beim Göttinger Altstadtlauf

Der Versuch, beim Göttinger Altstadtlauf die Langstrecke über 10.450 Meter auszuprobieren, gipfelte für Josephine „Josey“ Mintel im totalen Triumph.
Die für die LG Göttingen startende US-Amerikanerin ließ die lokale und überregionale Konkurrenz locker hinter sich, gewann die Frauen-Wertung in 41:47,7 Minuten mit knapp einer Minute Vorsprung vor der Recklinghäuserin Sophia Salzwedel sowie zwei Minuten vor der Göttingerin Sanna Almstedt und zeigte auch dem Großteil der männlichen Konkurrenten die Fersen. In der Gesamtwertung belegte die 24-Jährige unter 466 Startern Platz 22.

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July 24th, 2015, Göttinger Tageblatt
Göttinger Forscher identifizieren wichtiges Protein für Aufnahme von Hörsignal

Göttinger Hörforscher haben neue molekulare Details zur Signalumwandlung in den Sinneszellen der Hörschnecke herausgefunden. Sie konnten ein Protein identifizieren, das für die Verankerung von Kalziumkanälen an den speziellen Bändersynapsen der inneren Haarzellen verantwortlich ist.Fehlt dieses Protein RIM2 oder ist es genetisch verändert, werden die Kalziumkanäle in zu geringer Anzahl angelegt. Die Folge: Die Bändersynapsen funktionieren nicht mehr richtig. Die Ergebnisse weisen auf Ursachen für mögliche Störungen bei der Umwandlung oder der Weiterleitung des Hörsignals hin. Diese können zu Schwerhörigkeit führen.

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July 10th, 2015, Göttinger Tageblatt / HNA
7,5 Millionen für Göttinger Neuro-Forscher

Drei in einem Forschungverbund tätige Göttinger Neuro-Wissenschaftler erhalten je 2,5 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren aus dem EU-Eliteförderprogramm ERC Advanced-Grants.
Das Geld geht an Professoren, die in der international erfolgreichen Göttinger „Neuro-Szene“ fest eingebunden sind: Nils Brose (Direktor Molekulare Neurobiologie am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin), Tobias Moser (Direktor Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen) und Klaus-Armin Nave (Direktor Abteilung Neurogenetik am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin).
Der Zuschlag ist umso bemerkenswerter, da die Zahl der europaweit vergebenen Grants in diesem Jahr um ein Drittel gekürzt werden – weil so viele Anträge vorlagen. Die drei Göttinger Professoren haben sich gegen 2000 Mitbewerber behauptet.

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May 30th, 2015, DER SPIEGEL 23/2015
Der Klang des Lichts

Mit Innenohrprothesen können Gehörlose Sprache verstehen, Musik aber klingt oft blechern. Nun entwickeln Forscher Implantate, die dem natürlichen Hören näherkommen sollen.

Wie sieht Musik aus? Wie fühlt sie sich an? Wer Mitte Februar jenes Konzert besuchte, das junge Künstler und Wissenschaftler an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) aufführten, der konnte Klänge sehen und Schallwellen spüren.
Bei der Komposition „New Soundscapes“ entstand auf der Leinwand zu sphärischen Klängen von Harfe und Kontrabass ein Feuerwerk aus Licht. Je lauter die Töne, desto intensiver die Farben. Das Akkordeonstück „Slicing“ bestand nur aus Rausch- und Knackgeräuschen. Bei der Komposition „Luft“ hielten die Zuhörer Ballons in den Händen – um so die Vibration der Musik zu fühlen.
„Klang wird auf verschiedene Arten wahrgenommen, von denen das Hören die wichtigste ist, aber nicht die einzige“, sagt Waldo Nogueira vom Hörzentrum der MHH. „Bei manchen Stücken haben wir bewusst auf Melodien und Harmonien verzichtet, damit sich nicht ein Teil des Publikums ausgegrenzt fühlt.“ Denn für viele Besucher des Konzerts „musIC 2.0“ klangen Melodien eben nicht melodiös. Sie tragen sogenannte Cochlea-Implantate (CI), elektrische Hörprothesen, bei denen ein mit winzigen Elektroden bestücktes Band die Sinneszellen in der Hörschnecke (Cochlea) ersetzt; der Schall wird in elektrische Impulse umgewandelt und über Nervenbahnen zum Gehirn geleitet (siehe Grafik). Rund 40000 gehörlose oder stark schwerhörige Deutsche haben bereits solche Neuroprothesen. Viele von ihnen verstehen Sprache, ohne von den Lippen ablesen zu müssen. Kinder, die gehörlos zur Welt kommen und ihre künstlichen Höreindrücke nicht mit Erinnerungen abgleichen können, lernen mithilfe ihrer CIs meist sprechen – vor allem wenn sie das Implantat früh eingesetzt bekommen.
Die Welt der Musik jedoch ist für CI-Träger schwer zugänglich. Zu begrenzt sind die Möglichkeiten des Ersatzgehörs, den komplexen Kosmos aus Melodien und Harmonien, Rhythmen und Klängen, lauten und leisen Tönen abzubilden.
Das intakte Gehör verfügt über rund 3500 innere Haarzellen, die Schall in Nervenimpulse umwandeln. Beim CI müssen ein bis zwei Dutzend Elektroden genügen, um sämtliche Höreindrücke wiederzugeben. Die Zahl der sinnvoll einsetzbaren Kontakte wird von einem physikalischen Effekt begrenzt: Von jeder Elektrode breitet sich der Strom weit aus, das schränkt die Auflösung ein. Ein Impuls regt dann nicht nur die Nervenzellen am Sitz der Elektrode an, sondern immer auch die in ihrer Nachbarschaft – die bereits andere Tonhöhen verarbeiten. „Das ist so, als würde jemand nicht mit den Fingern Klavier spielen, sondern mit dem ganzen Unterarm“, erklärt Elektroingenieur Les Atlas von der University of Washington in Seattle.
Lässt sich die Musikwahrnehmung trotz dieser Probleme verbessern? Für Wissenschaftler wie Ingenieur Nogueira ist das die entscheidende Herausforderung, um die Hörhilfen technisch weiterzuentwickeln. Weltweit tüfteln Mediziner und Ingenieure derzeit an Verfahren, mit denen Cochlea-Implantate die Vielfalt der Klänge genauer wiedergeben sollen. Denn gelänge es, Musik besser aufzulösen, dann würde sich auch das alltägliche Hören mit Implantat verbessern.
„Wenn wir es schaffen, die Tonhöhenauflösung der Implantate zu steigern“, hofft der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Tobias Moser vom Institut für auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen, „wird das nicht nur den Genuss von Musik steigern – auch bei gesprochener Sprache wären Tonfall und Sprachmelodie besser zu hören und die Betroffenen kämen im Störschall besser zurecht.“ Viele seiner Patienten, sagt er, seien nach Situationen mit vielen parallelen Gesprächssträngen vollkommen erschöpft.
Was Moser vorhat, kommt in der Tat einer technischen Revolution gleich. Der Mediziner will ein vollkommen neues Cochlea-Implantat entwickeln – mit einer Präzision der Klangwiedergabe, die herkömmliche Innenohrprothesen kaum je erreichen könnten.
Für seine Erkenntnisse zur molekularen Funktion der Synapsen in der Hörbahn erhielt der Mediziner im März den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis – auch deshalb, weil die Entdeckungen viel therapeutisches Potenzial haben. Licht, so seine Überlegung, lässt sich besser fokussieren; die räumlich präzise Anregung weniger Nervenzellen wäre viel genauer als mithilfe von Strom.
Optogenetik heißt das junge Forschungsfeld, das Moser für seine Vision nutzen will: In die Nervenzellen werden dabei winzige molekulare Schalter eingebaut. Fällt dann ein Lichtstrahl auf die so präparierte Zelle, leitet sie das Signal ans Gehirn weiter. Bei Labormäusen haben Moser und sein Forscherteam bereits gezeigt, dass sich entsprechend veränderte Nervenzellen durch Licht stimulieren lassen.
Bis zur Anwendung in Neuroprothesen sind aber noch praktische Probleme zu lösen. So müssten die molekularen Schalter mittels Viren in die Zellen geschleust werden, die natürlich keine Nebenwirkungen für die Patienten haben dürfen.
„Wir wissen auch noch nicht, ob blaues oder rotes Licht besser funktioniert“, sagt Moser. Freiburger Forscher entwickeln derzeit Mikro-Leuchtdioden auf biegsamem Trägermaterial, das sich in die Windungen der Hörschnecke schmiegen könnte.
„Die ersten Empfänger würden wohl Implantatträger sein, die einen besonders hohen Anspruch ans Hören haben“, sagt der Mediziner. Freiwillige gibt es schon: Fast täglich melden sich Patienten bei ihm, um zu erfahren, wann die klinischen Tests für das Hören mit Licht beginnen.
Schon früher könnten Patienten jene Erkenntnisse zugutekommen, die Ingenieur Nogueira aus seinem Konzertprojekt „musIC 2.0“ ableiten will. Nicht die Implantate selbst möchte er verbessern, sondern die Software, die den Schall in digital codierte Signale wandelt. „Da gibt es noch viel zu gewinnen“, sagt er.
Auch CI-Forscher Atlas hat ein spezielles Programm entwickelt, das Musik besser wahrnehmbar machen soll. Sein Algorithmus leitet nicht nur Informationen über die Tonhöhe an das Gehirn weiter, sondern auch über die sogenannten Obertöne, die wiederum die Klangfarbe bestimmen.
Australische Wissenschaftler setzen an anderer Stelle an: Sie wollen über einen Gentransfer Zellen dazu bringen, Wachstumsfaktoren herzustellen, die ihrerseits Nerven zum Wachstum anregen.
Im Tierexperiment hatten die Forscher der University of New South Wales in Sydney bereits Erfolg: Bei Meerschweinchen wuchsen die Nervenzellfortsätze näher an das Implantat heran – was dann dazu führte, dass die CI-versorgten Nager mehr Tonhöhen unterscheiden konnten als vor der Behandlung.
Doch bis solche verbesserten Implantate in die medizinische Praxis kommen, wird es vermutlich noch eine Weile dauern. Einstweilen wird es für viele CI-Träger ein mühsamer Gewöhnungsprozess bleiben, bis sie Sinfonien oder Opern wieder genießen können.
„Anfangs habe ich Musik regelrecht gemieden“, berichtet CI-Patientin Roswitha Rother, eine Besucherin des „musIC 2.0“-Konzerts in Hannover. Durch Medikamente, die sie wegen einer lebensbedrohlichen Infektion nehmen musste, ist sie ertaubt. Mit ihrem Implantat kann sie zwar wieder hören, doch ihre Flöte legte die frühere Hobbymusikerin schnell aus der Hand. Zu scheußlich war der neue Klang.
„Wie matschiger Brei“ seien ihr einstige Lieblingssongs erschienen, erinnert sich auch Susanne Herms aus Lüchow. „Früher habe ich morgens immer als Erstes das Radio eingeschaltet, das ging nach der Operation erst einmal nicht mehr.“
Herms war von Geburt an auf einem Ohr taub, mehrere Hörstürze nahmen ihr später das Gehör auf der anderen Seite, heute trägt sie zwei CIs. Wie Roswitha Rother hilft sie Forschern und Komponisten, Musik für Implantatträger zu entwickeln.
Herms und Rother haben sich an ihre neue Art zu hören gewöhnt. „Bei Liedern, die ich von früher kenne, kann ich Melodie und Gesang wieder wahrnehmen“, sagt Rother. Das wandlungsfähige Gehirn schafft es, Hörerinnerungen mit den neuen Eindrücken in Einklang zu bringen – doch nur, wenn die Betroffenen früher einmal hören konnten. Wichtiger noch wären die neuen Superimplantate deshalb wohl für all jene Menschen, die nie zuvor in ihrem Leben gehört haben.
Rother war inzwischen auch schon auf gewöhnlichen Konzerten. Und bei Susanne Herms läuft wieder das Radio.

Julia Koch

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March 4th, 2015, Göttinger Tageblatt
Tobias Moser von der UMG Göttingen ist einer von acht Leibniz-Preisträgern

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis gilt als der wichtigste deutsche Forschungspreis: Am Dienstag wurde er in Berlin an acht Forscher verliehen, darunter ist der Mediziner Prof. Tobias Moser von der Universitätsmedizin Göttingen.

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March 2nd, 2015, Göttinger Tageblatt
Leibniz-Preis für Prof. Tobias Moser

Am Dienstag, 3. März, wird dem Göttinger Forscher Tobias Moser, Universitätsmedizin Göttingen, der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis überreicht. Die Jury des wichtigsten deutschen Forschungsförderpreises würdigte Moser: Seine neuen konzeptionellen wie technischen und experimentellen Ansätze haben Maßstäbe gesetzt, die nun mit dem Leibniz-Preis gewürdigt werden.

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Ein Geschenk zum Leibniz-Preis: Das Plakat zeigt die Ohren all seiner Mitarbeiter und die eines Weißbüscheläffchens.© Hinzmann

February 25th, 2015, Göttinger Tageblatt
Neue Erkenntnisse: Datenübertragung im Innenohr ist höchst effizient.

Die Haarzellen des Innenohres übersetzen feinste Vibrationen in Nervenimpulse. Durch genau abgestimmte biophysikalische Prozesse gelingt es ihnen, akustische Signale in elektrische Impulse zu übersetzen, die ins Gehirn „gefunkt“ werden.

Göttingen. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation und des Bernstein Zentrum Göttingen haben untersucht, wie kurz die Wege sind, über die sich der Botenstoff Calcium in der Zelle ausbreitet und wie genau dieser Botenstoff dabei auf Kurs gehalten wird.

Kurzer Weg: Calziumionen müssen nur eine winzige Distanz zurücklegen, um in den Haarzellen ihre Empfangsstation zu erreichen.© Gabrielaitis
Sinnes- und Nervenzellen übertragen Informationen durch spezialisierte Zellkontakte, die Synapsen. Die Synapsen übertragen Informationen, indem eine der Zellen in Bläschen (Vesikel) gespeicherte Botenstoffe freisetzt, die von der Nachbarzelle erkannt werden können. Die Anweisung zur Freisetzung der Botenstoffe gibt die „sendende“ Zelle mit Hilfe von Calciumionen. In ihrer Zellmembran befinden sich molekulare „Poren“, sogenannte Ionenkanäle, die die Erregung der Zelle registrieren und ab einem bestimmten Niveau Calciumionen in die Zelle einfließen lassen. In Haarzellen bilden diese Poren die Übersetzungsmaschine zwischen den akustischen Signalen und den Nervenimpulsen, die ans Gehirn gesendet werden.

Um ihren Auftrag zu erfüllen, müssen die Calciumionen zügig ihre Empfängerstation auf dem Vesikel erreichen. Dieser molekulare Sensor befindet sich nach den Berechnungen der Forscher weniger als 20 Nanometer von der Eintrittsstelle der Ionen in die Zelle entfernt. Es ist physikalisch unvermeidlich, dass sich viele der Ionen als Irrläufer in die falsche Richtung bewegen. Ohne weitere Vorsichtsmaßnahmen würden diese Ionen außerhalb der Kontaktstellen die Freisetzung von Botenstoffen auslösen – dort können sie aber nicht erkannt werden.

Da nach jeder Freisetzung Vesikel und Botenstoffe recycelt werden müssen, wäre eine solche Freisetzung am falschen Ort eine erhebliche Energieverschwendung. Die Ergebnisse des Teams um die Professoren Tobias Moser und Fred Wolf zeigen, dass die Haarzellen im Innenohr spezielle Eiweiße, sogenannte Calciumpuffereiweiße, verwenden, um „fehlgeleitete“ Ionen einzufangen. Drei verschiedene Calciumpufferproteinen finden sich in großer Konzentration.

Ermöglicht wurden die Arbeiten durch eine von Prof. Beat Schwaller entwickelte Triple-Knock-Out Maus, in der alle wesentlichen Calciumpufferproteine genetisch entfernt wurden. Mit ihrer Hilfe konnten Tina Pangrsic und Nicola Strenzke an der UMG erstmals untersuchen, wie sich die Freisetzung der Botenstoffe und die neuronale Kodierung bei Abwesenheit der Calciumpuffer verändern.

„Bei der Triple-Knock-Out-Maus werden viel mehr der Vesikel freigesetzt“, so Pangrsic. Das konnten die Forscher mit einer von Erwin Neher in Göttingen entwickelten Messmethode für die Zelloberfläche nachweisen, die sich mit jedem freigesetzten Vesikel um ein winziges Flächenstück vergrößert. „In den Hörnervenzellen – die über Synapsen den Botenstoff der Haarzellen erhalten – war diese zusätzliche Freisetzung jedoch nicht nachweisbar, sie verhielten sich völlig normal“, so Strenzke. „Im Inneren der Haarzelle wird also eine unnötig große Maschinerie in Gang gesetzt und Botenstoff auch außerhalb der Synapsen freigesetzt, wo er seine Wirkung nicht entfalten kann.“

Die beiden Forscher Mantas Gabrielaitis und Prof. Fred Wolf haben ein Computermodell entwickelt, das die Bewegungen der Calciumionen und die Rolle der Calcium bindenden Eiweiße berechnet. Diese Eiweiße „helfen der Haarzelle, das Calcium-Signal auf die Synapse zu fokussieren und so Hörreize mit minimalem Energieeinsatz an das Gehirn weiterzugeben“, erklärt Gabrielaitis.

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