News - Press Releases

June 28th, 2017, UMG Presseinformation 098
„Orchestrierung des Gehirns“: Zweiter Platz für Doktorandin der UMG beim Science Slam der Coimbra-Gruppe in Edinburgh

© Photo: privat

Drei Minuten sprach die Göttinger Doktorandin Tanvi Butola über „The orchestration of the brain“ – in dieser Zeit stellte sie anschaulich die Kernpunkte ihrer Dissertation an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) vor. Butola belegte den zweiten Platz in der „Three-Minute-Thesis-Competition“, dem Science Slam auf der Jahrestagung des europaweiten Hochschulnetzwerks Coimbra-Gruppe in Edinburgh am 9. Juni 2017. Mit der Platzierung ist ein Preisgeld von 2.000 Euro verbunden.

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June 20th, 2017, NDR Visite
Was tun bei einem Hörsturz?

© Animation: Juliane Techen

Plötzlich klingt auf einem Ohr alles ganz leise, wie durch Watte, das Ohr scheint ein bisschen taub: Das sind typische Anzeichen eines Hörsturzes. In Deutschland machen rund 200.000 Menschen pro Jahr diese beunruhigende Erfahrung. Eine eindeutige Erklärung für das Phänomen gibt es bislang ebenso wenig wie eine sicher wirksame Therapie. Klar ist nur, dass sich ein Hörsturz im Innenohr abspielt.

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May 23rd, 2017, Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Ernst Jung Prize for Medicine 2017

The award, which is highly regarded in the medical world, is being given to Göttingen-based neuroscientist Professor Dr. med. Tobias Moser for his ground-breaking work in signal transduction in the inner ear and his innovative therapy concepts for treating hardness of hearing, and to Zürich-based structural biologist Professor Nenad Ban, PhD for his pioneering research findings on the structure and function of eukaryotic ribosomes. The exceptional scientists have both obtained important fundamental results that can be used for further application-related research in their respective fields and are sharing the considerable prize money of 300,000 euros equally.

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May 23rd, 2017, UMG Presseinformation Nr. 080
Prof. Tobias Moser erhält Ernst Jung-Preis für Medizin 2017

Ernst-Jung-Preis für Medizin in Hamburg verliehen: Jung-Stiftung für Wissenschaft u. Forschung zeichnet Hörforscher der Universitätsmedizin Göttingen für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Signalübertragung im Innenohr und innovativen Therapie-Konzepte aus

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April 18th, 2017, CNBC
"New technology that can help the 360 million people with hearing loss"


• Technology enables rodents to hear light
• Light-sensitive switch controls action of drugs

For the 360 million people worldwide who lack some or all of their ability to hear, technological interventions have already come a long way. But still, they're not perfect. Hearing aids don't translate certain frequencies as well as regular hearing, and some users find hearing interventions uncomfortable or are ideologically opposed to them. Soon that might all change. Scientists are working on a number of experimental techniques that may soon transform hearing interventions. That could greatly improve the quality of life for millions, who have been waiting a long time — the last major innovation in hearing technology occurred in 1985.

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March 16th, 2017, NDR.de
"Göttingen-Spirit": Die Liga der Spitzenforscher

Der Hattrick ist perfekt: Zum dritten Mal in Folge geht der renommierteste deutsche Forschungspreis, der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, nach Göttingen. In diesem Jahr konnte ein Chemiker die Jury überzeugen.

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January 12th, 2017, HNA
Göttinger Wissenschaftler finden eine Ursache für Schwerhörigkeit

Die Ursachen für eine seltene erbliche Schwerhörigkeit haben Göttinger Hörforscher aufgedeckt. Betroffene können leise Töne fast so gut wie Normalhörende wahrnehmen, aber gesprochene Sprache kaum verstehen.

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January 6th, 2017, Pressemitteilung UMG
Prof. Tobias Moser erhält Ernst Jung-Preis für Medizin 2017

Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung zeichnet Hörforscher der Universitätsmedizin Göttingen für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Signalübertragung im Innenohr und seine innovativen Therapie-Konzepte zur Behandlung von Schwerhörigkeit aus.

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January, 2017, Jung-Stiftung
Preisträger 2017 Professor Tobias Moser und Professor Nenad Ban

Die in der Medizinwelt hoch angesehene Auszeichnung geht an den Göttinger Neurowissenschaftler Professor Dr. med. Tobias Moser für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Signalübertragung im Innenohr und seine innovativen Therapie-Konzepte zur Behandlung von Schwerhörigkeit sowie an den Züricher Strukturbiologen Professor Nenad Ban, PhD, für seine richtungweisenden Forschungsergebnisse zur Struktur und Funktion eukaryotischer Ribosomen. Die hochkarätigen Wissenschaftler haben beide bedeutende Vorarbeit für die weitere anwendungsbezogene Erforschung ihres jeweiligen Fachgebiets geleistet und teilen sich die beachtliche Preissumme in Höhe von 300.000 Euro zu gleichen Teilen.

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January 6th, 2017, Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie
Prof. Tobias Moser erhält Ernst Jung-Preis für Medizin 2017

Hamburg, 6. Januar 2017. Der Göttinger Hörforscher Tobias Moser wird mit dem diesjährigen Ernst Jung-Preis für Medizin ausgezeichnet. Mit diesem Preis ehrt die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung den Neurowissenschaftler für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Signalübertragung im Innenohr und seine innovativen Therapie-Konzepte zur Behandlung von Schwerhörigkeit. Den mit 300.000 Euro dotierten Preis teilt sich Moser mit dem Züricher Strukturbiologen Nenad Ban. Die feierliche Verleihung der Auszeichnungen findet am 19. Mai 2017 in Hamburg statt.

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January 6th, 2017, Deutsches Primatenzentrum
Tobias Moser erhält Ernst Jung-Preis für Medizin 2017

Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung zeichnet den Göttinger Hörforscher für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Signalübertragung im Innenohr und seine innovativen Therapie-Konzepte zur Behandlung von Schwerhörigkeit aus.

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January 6th, 2017, Biermann Medizin
Prozesse verstehen, um heilen zu können
Ernst Jung-Preis für Medizin an Prof. Tobias Moser

Gemeinsam mit den anderen Auszeichnungen werden vier Forschende aus den Gebieten der Auditorischen Neurowissenschaften, der Strukturbiologie, der Zellulären Mikrobiologie sowie der Viszeralchirurgie mit einer Gesamtpreissumme von 540.000 Euro geehrt und gefördert. Der mit 300.000 Euro dotierte Ernst Jung-Preis für Medizin geht an Prof. Tobias Moser (48) sowie an Prof. Nenad Ban (50) und damit an zwei Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen: Tobias Moser ist Institutsleiter und Professor am Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen und Leiter weiterer Arbeitsgruppen auf dem Gebiet. Der Neurowissenschaftler leistet Pionierarbeit zu den Mechanismen der Signalverarbeitung bei Hören und Schwerhörigkeit und entwickelt neue Therapieansätze.

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January 6th, 2017, Göttinger Tageblatt
Ernst Jung Preis 2017 Innovative Therapiekonzepte

Göttingen. Prof. Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften, Sprecher des Sonderforschungsforschungsbereichs SFB 889 „Zelluläre Mechanismen Sensorischer Verarbeitung“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Leibniz-Preisträger 2015, wird auch ausgezeichnet für seine bedeutende Vorarbeit für die weitere anwendungsbezogene Erforschung seines Fachgebiets, so die Begründung der Stiftung. Mit dem Ernst Jung-Preis für Medizin prämiert die Stiftung jährlich Wissenschaftler und Projekte, die durch ihre Arbeit Fortschritte in der medizinischen Therapie vorbereiten. Der Preis ist mit 300 000 Euro dotiert. Moser teilt sich Auszeichnung und Preisgeld mit dem Strukturbiologen Prof. Nenad Ban, ETH Zürich. Moser ist führend in der Erforschung der Synapsen im Innenohr und international an vorderster Spitze in der Erforschung der Physiologie und Pathophysiologie des Innenohrs. Wie werden Geräusche von unserem Gehör aufgenommen? Wie erhalten wir innerhalb weniger Sekundenbruchteile eine akustische Information? Schallwellen treffen auf das Ohr und werden von den Sinneszellen der Cochlea in elektrische Signale umgewandelt, die unser Gehirn wahrnehmen und verarbeiten kann. Diese blitzschnell ablaufenden Prozesse der synaptischen Schallkodierung auf molekularer Ebene zu verstehen, ihre Pathologie zu untersuchen und Gentherapien zu entwickeln, sind die Forschungsziele von Moser und seinen Mitarbeitern. Sie erarbeiten wichtige Grundlagen auf dem Gebiet, das mittlerweile von weltweit mehr als 20 Arbeitsgruppen sehr aktiv erforscht wird. Seit 2008 leisten die Forscher zudem Pionierarbeit bei der Etablierung des optogenetischen Cochlea-Implantats. Ihre Erkenntnisse versprechen Verbesserungen in einer neu zu entwickelnden Generation von Innenohrimplantaten, bei denen die Fasern des Hörnervs mit Licht gereizt werden. In seiner Forschung ist Moser eng vernetzt mit anderen Forschungseinrichtungen. So leitet er in Göttingen die Arbeitsgruppe „Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik“ am Deutschen Primatenzentrum, die Arbeitsgruppe „Synaptische Nanophysiologie“ am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie sowie die Arbeitsgruppe „Auditorische Neurowissenschaften“ am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. chb/r


December 22nd, 2016, Pressemitteilung UMG
Zu wenig Otoferlin macht das Hören „müde“ – auch bei Sport und bei Fieber

Der menschlichen Schwerhörigkeit auf der Spur: Göttinger Hörforscher im Sonderforschungsbereich 889 identifizieren Ursache menschlicher Schwerhörigkeit. Zwei Publikationen in der Fachzeitschrift „EMBO Journal“.

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August 2nd, 2016, Göttinger Tageblatt
Wie biologische Vielfalt das Ohr fit macht

Göttinger Hörforscher stellen fest: Das Ohr setzt Synapsen mit verschiedenen Eigenschaften ein. Der menschliche Hörsinn verarbeitet einen großen Bereich an Lautstärken. Wie schafft es das Ohr etwa, über eine Million Schalldruckvariationen zu verarbeiten?


July 29th, 2016, Pressemitteilung UMG
Wie biologische Vielfalt das Ohr fit macht

Göttinger Hörforschung mit neuen Erkenntnissen: Das Ohr setzt Synapsen mit verschiedenen Eigenschaften ein, um unterschiedlich lauten Schall zu verarbeiten. Forschungsergebnisse veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“

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July 7th, 2016, New Scientists, Daily News
Cochlear implants boosted by gene therapy plus tiny LEDs

Can light restore hearing in deaf people? Researchers hope that through optogenetics, they can use micro-LED lights to make better cochlear implants than those used by deaf people today (...)

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July 2nd, 2016, Federation of European Neuroscientists
Light Therapy to Restore Hearing and Sight

Light therapy is a promising new technique that could improve the quality of cochlear implants for deaf people. The technology, pioneered by a team of scientists in Germany delivers a stimulus to the auditory nerve inside the inner ear, the cochlea. There is some evidence from studies in rodents that light can be heard.
Optogenetics is a combination of genetics, optics, and virology which uses light to turn brain cell groups on and off. Professor Tobias Moser at the University Medical Center Göttingen in Germany leads an international research group to develop the optical stimulation of the inner ear.
The electrical cochlear implants enable speech comprehension in more than 450,000 hearing-impaired people around the world. However, the unfocused spread of electrical stimulation from each electrode limits how well a person can hear - and this is a major drawback. The more accurately in space the nerve is stimulated, the better the sound. “We have been looking for a way to improve the transmission of frequency and intensity of the sounds to the auditory nerve. Optogenetics seemed to offer a possible solution,” he said today (2 July) at FENS 2016 in Copenhagen.
How can light activate hearing? The researchers modified cells in the inner ear of rodents (usually mice, but also rats and gerbils) with harmless viruses to make them respond to light. The genes produce light-sensitive ion channels on the membranes of the auditory nerves and when LED light is directed onto these neurons and their activity was recorded, they found that rodents reacted to the light similarly as to sound. Rodents with ion channels that endowed neurons with greater light-sensitivity required a reduced amount of light to stimulate hearing. Spatially-confined optical stimulation achieved better frequency coding than the electrical cochlear implant currently available.
Professor Moser explained, “Think of the cochlea as a spiral staircase where each step is like a key on the piano which turns on its neurons that are housed in the stair well. We are very good at discriminating tone frequencies, because the travelling wave is sharply tuned, so for soft tones only one key is pressed. In the cochlear implant, the spread of current from each electrode contact is so massive that it activates many steps – the keys - at a time. By delivering the optical stimulus more accurately in space we hope to be able to activate individual keys nearly as well as in acoustic hearing.”
Approximately five percent of the world’s population suffer from impaired hearing which can lead to social isolation, depression and a reduced capacity to work. Although this technology is some years away from clinical trials in people, researchers could work towards a gene therapy that enables the auditory nerves to respond to LED light embedded in a cochlear implant.
Much more research needs to be carried out before clinical trials in people begin. “Optogenetic stimulation of the cochlea restored hearing in deaf mice. Our research strongly suggests that optical cochlear implants could be developed. The study demonstrates a strategy for optogenetic stimulation of the auditory pathway in rodents and lays the groundwork for future applications of cochlear optogenetics in auditory research and devices to help deaf people hear again”, said Professor Moser.
(...)

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As well as optogenetic stimulation, scientists are also now exploring a more subtle approach to apply and activate drugs with light. Dr Martin Sumser from Ludwig-Maxilimilians University in Munich is particularly interested in a technique called photopharmacology which could help restore vision in people with diseases of the retina, such as macular degeneration and retinitis pigmentosa. These conditions are difficult to treat with drugs or implants and millions of people face the prospect of going blind.
Light is ideally suited as a potential treatment because it can be delivered very precisely onto diseased cells and tissues without causing any harm. Photopharmacology aims at overcoming the problems of existing treatments by incorporating a light-sensitive switch into the molecular structure of drugs. These switching units allow light to be used as an external control of the action of the drug.
Blindness is frequently caused by the loss of the intrinsically light-sensitive photoreceptor cells in the eye. However, some other cell types in the retina remain intact and still function but do not respond to light. Targeting these remaining cells using photopharmacology means that it is now possible to endow them with a light sensitivity.
“The trick now is to alter drugs in such a way that they change their activity when they are illuminated with light,” explained Dr Sumser. “We call this approach photopharmacology. Here we use chemically-synthesised drug compounds which are introduced into cells and activated by light in a highly controlled way.”
Research in genetically-blind mice has already shown that after the treatment they were able to distinguish between light and dark. “It remains to be seen to what extent photopharmacology can restore sight,” said Dr Sumser.
Although the principles of photopharmacology and optogenetics are the same, the main difference with photopharmacology is that it is not necessary to use a virus as a carrier of the therapeutic gene. This is one of the major advantages when compared to approaches using gene therapy, which cannot easily be reversed.
With the development of LEDs the local delivery of light is nowadays technically feasible and affordable, and harmless to the body. In case of unforeseen problems with the light therapy, the dosage of the drug can be easily adjusted or changed for a newer version of the light-switchable drug.
Considering other diseases such as cancer or diabetes, treatments are often accompanied by undesired side effects. To overcome these problems, one has to either change or stop the treatment. Dr Sumser is hopeful that photopharmacology could one day be developed into an effective therapy which can be controlled with a high level of precision, acting only on the cells which are affected by the disease.
“Imagine how good it would be for people with diabetes not to have to inject themselves each day,” he speculated.
“In the laboratory we successfully applied this photopharmacological approach to control cell division in a light-dependent fashion thereby inducing cellular death in cultured cancer cells and similarly, to pancreatic cells to stimulate insulin release.”
The most advanced research in photopharmacology, however, is vision restoration. Working with a team of ophthalmologists in Seattle, USA, Dr Sumser is confident that clinical trials could start within the next two to three years.

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May 23rd, 2016, Pressemitteilung UMG
Verlorene Körperfunktion wiederherstellen

Symposium mit internationalen Spitzenforschern „Restoration of Sensory and Motor Function” in Göttingen. Donnerstag, 26. Mai 2016, und Freitag, 27. Mai 2016, Universitätsklinikum Göttingen, Hörsaal 552. (umg) Rund 100 internationale Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Wiederherstellung sensorischer und motorischer Funktion forschen, treffen sich vom 26. bis 27. Mai 2016 in Göttingen zum „Restoration of Sensory and Motor Function Symposium 2016“. Ziel der Veranstaltung ist der Austausch von Erfahrungen zwischen den Wissenschaftlern. Herausragende neurowissenschaftliche Experten sowie Nachwuchsforscher spannen den Bogen zu folgenden Themen: molekulare Therapien, wie z.B. die Regeneration sensorischer Zellen mit Hilfe von Viren oder die optogenetische Wiederherstellung des Seh- und Hörvermögens, über sensorische bis hin zu motorischen Prothesen..

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May 28th, 2016, Der Spiegel
Summende Arme

Fühlende Kunsthände, Hören mit Licht, Sehkraft für Blinde – Prothesenforscher stellen in Göttingen ihre neuesten Ideen vor.

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April 13th, 2016, Göttinger Tageblatt
Ministerium fördert fünf Göttinger Projekte

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert zwölf Spitzenforschungskonzepte der Hochschulen mit insgesamt 11,6 Millionen Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. Darunter sind fünf Vorhaben der Universität Göttingen.

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February 17th, 2016, RTL Nachtjournal
Mit Licht hören: Optogenetik macht es möglich

Hoffnung für schwerhörige und taube Menschen

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February 16th, 2016, Deutsche Welle
Mendengar Dengan Cahaya / Hearing With Light

360 juta orang mengidap gangguan pendengaran, demikian taksiran WHO. Mulai dari tahap ringan hingga tuli total. Para ilmuwan di Göttingen Jerman lakukan riset untuk obati gangguan pendengaran dengan impuls cahaya.

According to WHO estimates, 360 million people suffer from hearing loss, ranging from mild to total deafness. Scientists in Göttingen, Germany, are researching the treatment of hearing loss with light impulses.

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February 15th, 2016, Welt am Sonntag
Lichtschalter gegen Blindheit

Eine neue Therapie macht Nervenzellen empfindlich für Licht. Das könnte gegen Netzhauterkrankungen helfen, aber auch gegen Schwerhörigkeit und chronische Schmerzen

(...) Auch hochgradig Schwerhörigen könnte die optogenetische Behandlung helfen, so Hegemann. Der Göttinger Hörforscher Tobias Moser arbeitet daran, Cochlea-Implantate so umzugestalten, dass mit ihnen Schall in Licht umgewandelt wird. Dann würde der Hörnerv nicht wie bislang bei diesen Prothesen üblich, elektrisch stimuliert, sondern optogenetisch. (...)

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October 29th, 2015, Medizintechnologie.de
Ein Lichtschalter für besseres Hören

TAls 1984 die ersten Cochlea-Implantate auf den Markt kamen, war das eine Revolution. Viele Skeptiker hatten es für unmöglich gehalten, dass man tatsächlich mit elektrischen Impulsen Klänge und Sprache hörbar machen kann. Nun streben Forscher eine neue Revolution an: das Hören per Licht. Die sogenannte optogenetische Stimulation des Hörnervs ist sehr präzise. Anfang Oktober ist ein Verbundprojekt gestartet, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Gemeinsam mit Wissenschaftlern entwickelt die inomed Medizintechnik GmbH eine neue Generation von Cochlea-Implantaten.

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October 27th, 2015, dasGehirn.info
Tobias Moser im Interview

Tobias Moser – Gewinner des Leibniz-Preises 2015 – forscht am Gehör, genauer: den Haarzellen der Cochlea. In einem Gespräch mit vielen Hintergrundgeräuschen auf der NWG 2015 ging es unter anderem um unbemerkte Hörschäden und Taubheit durch hohe Temperatur.

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October 12th, 2015, Göttinger Tageblatt
Göttinger Hörforscher bahnen Weg zur Gentherapie der Schwerhörigkeit

Etwa 360 Millionen Menschen leiden nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einer maßgeblichen Schwerhörigkeit. Göttinger und Berliner Wissenschaftler sind nun dem Verständnis von Hören wie der Behandlung der Schwerhörigkeit einen Schritt nähergekommen.

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October 10th, 2015, 42, Der Spiegel
Müllabfuhr im Innenohr

Forscher aus Göttingen und Berlin haben einen Weg für eine Gentherapie bei bestimmten Formen von Schwerhörigkeit gefunden. Die Wissenschaftler untersuchten den Mechanismus, der die extrem schnelle Signalübertragung von den Innenohrzellen zu den Zellen des Hörnervs im Gehirn ermöglicht: Wie eine Art molekulare Müllabfuhr sorgen zwei Eiweiße dafür, dass in den Synapsen nach jeder Signalübertragung sofort Platz für die nächste geschaffen wird.

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October 9th, 2015,Presseinformation Nr. 169 UMG
Indefatigable Hearing“ – a molecular clearance mechanism enables synapses to continuously release transmitter

Auditory neuroscientists discover bottleneck of information flow in the ear and pave the way for gene therapy of deafness. Publication in „EMBO Journal“

Disabling hearing impairment (HI) affects 360 million people worldwide, and prevalence increases with age. So far, no causal treatment is available for its most common form, sensorineural HI. Göttingen and Berlin scientists have achieved a major advance in our understanding of hearing as well as an important step towards developing gene therapy of deafness. Their study showed that the endocytic adaptor protein 2µ is required for hearing by fueling vesicle reloading of the release site for indefatigable synaptic transmission. Without AP-2, which inter-acts with the deafness protein otoferlin, a kind of traffic jam occurs at the release sites, suggesting that AP-2 and Otoferlin teamwork in clearing exocytosed material from the release site. Using virus-mediated transfer of the intact AP-2µ DNA into sensory inner hair cells, the scientist could restore normal synaptic function and hearing.

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September 1st, 2015, The Scientist
Hearing Help

For decades, the only remedies for hearing loss were devices such as hearing aids or cochlear implants. Now, the first pharmaceutical treatments may be on the way.

(...) Meanwhile, other groups of researchers aim to more precisely stimulate neurons in the inner ear by targeting them with light rather than electricity. While electricity from a cochlear implant scatters as it travels through the fluid-filled cochlea, light can shoot through fluids with minimal scattering. Tobias Moser at the University of Göttingen in Germany, for example, has engineered neurons of the inner ears of deaf rodents to express the light-sensitive protein channelrhodopsin-2, resulting in animals that show activity in the auditory brain stem in response to light stimulation. (...)

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July 8th, 2015, dhd-news.de
Optogenetik: Wenn das Ohr auf Licht hört

Statt auf elektrische Reize könnten taube Ohren in Zukunft auf Lichtimpulse hören. Das ist ein praktisches Anwendungsbeispiel der Optogenetik, an der der Göttinger Arzt Tobias Moser forscht. Für seine Forschungen am Innenohr und die Schallübertragung ins Gehirn hat er in diesem Jahr den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis bekommen. In den O-Tönen erklärt er, wofür die Optogenetik taugt und wie lange es noch dauert, bis Menschen davon profitieren.

Moser antwortet auf folgende Fragen:
1. Zur Einführung: Was ist Optogenetik?
2. Sie sagen damit ja praktisch, dass die bisherigen Cochlea-Implantate schlecht sind. Wann kann das optogenetische Implantat besser?
3. Wie können zerstörte Nerven leitfähig werden?
4. Wie kommt die Genetik ins Spiel?
5. Woher wissen Sie, dass die Viren für den Menschen unschädlich sind?
6. Wann könnte das eine Therapie für Menschen sein?

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August 1st, 2015, Göttinger Tageblatt
Max-Planck-Gesellschaft beruft Hörforscher Moser zum Fellow

Die Max-Planck-Gesellschaft hat den Göttinger Universitätsprofessor Tobias Moser zum Fellow berufen. Ab Januar 2016 wird der Hörforscher zu den 60 Hochschulwissenschaftlern zählen, die an Max-Planck-Instituten Mittel und Infrastruktur für eine Arbeitsgruppe erhalten.

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July 31st, 2015, Max Planck Institute for Biophysical Chemistry
Erfolgreicher Brückenschlag – Hörforscher Tobias Moser wird Max Planck Fellow

Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen, ist zum Max Planck Fellow am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie (MPI-BPC) berufen worden. Auf gemeinsamen Vorschlag des MPI-BPC und des Max-Planck-Instituts für Experimentelle Medizin (MPI-EM) erhält der Wissenschaftler mit dieser Auszeichnung Mittel und Infrastruktur für eine zusätzliche Arbeitsgruppe. Sein Fellowship wird Tobias Moser zum 1. Januar 2016 an beiden MPI antreten.

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July 25th, 2015, Göttinger Tageblatt
US-Amerikanerin gewinnt Langstrecke beim Göttinger Altstadtlauf

Der Versuch, beim Göttinger Altstadtlauf die Langstrecke über 10.450 Meter auszuprobieren, gipfelte für Josephine „Josey“ Mintel im totalen Triumph.
Die für die LG Göttingen startende US-Amerikanerin ließ die lokale und überregionale Konkurrenz locker hinter sich, gewann die Frauen-Wertung in 41:47,7 Minuten mit knapp einer Minute Vorsprung vor der Recklinghäuserin Sophia Salzwedel sowie zwei Minuten vor der Göttingerin Sanna Almstedt und zeigte auch dem Großteil der männlichen Konkurrenten die Fersen. In der Gesamtwertung belegte die 24-Jährige unter 466 Startern Platz 22.

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July 24th, 2015, Göttinger Tageblatt
Göttinger Forscher identifizieren wichtiges Protein für Aufnahme von Hörsignal

Göttinger Hörforscher haben neue molekulare Details zur Signalumwandlung in den Sinneszellen der Hörschnecke herausgefunden. Sie konnten ein Protein identifizieren, das für die Verankerung von Kalziumkanälen an den speziellen Bändersynapsen der inneren Haarzellen verantwortlich ist.Fehlt dieses Protein RIM2 oder ist es genetisch verändert, werden die Kalziumkanäle in zu geringer Anzahl angelegt. Die Folge: Die Bändersynapsen funktionieren nicht mehr richtig. Die Ergebnisse weisen auf Ursachen für mögliche Störungen bei der Umwandlung oder der Weiterleitung des Hörsignals hin. Diese können zu Schwerhörigkeit führen.

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July 10th, 2015, Göttinger Tageblatt / HNA
7,5 Millionen für Göttinger Neuro-Forscher

Drei in einem Forschungverbund tätige Göttinger Neuro-Wissenschaftler erhalten je 2,5 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren aus dem EU-Eliteförderprogramm ERC Advanced-Grants.
Das Geld geht an Professoren, die in der international erfolgreichen Göttinger „Neuro-Szene“ fest eingebunden sind: Nils Brose (Direktor Molekulare Neurobiologie am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin), Tobias Moser (Direktor Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen) und Klaus-Armin Nave (Direktor Abteilung Neurogenetik am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin).
Der Zuschlag ist umso bemerkenswerter, da die Zahl der europaweit vergebenen Grants in diesem Jahr um ein Drittel gekürzt werden – weil so viele Anträge vorlagen. Die drei Göttinger Professoren haben sich gegen 2000 Mitbewerber behauptet.

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July 8th, 2015, NPR: National Public Radio
Genetic Tweaks Are Restoring Hearing In Animals, Raising Hopes For People

Researchers have taken another step toward reversing deafness using gene therapy.
The latest success involves mice with an inherited form of deafness, a team reports Wednesday in the journal Science Translational Medicine. And a similar approach is already being tried in people with hearing loss caused by damage to cells in the inner ear.
"I'd say we are very close" to having gene therapies that can restore hearing loss from a wide range of causes, says Dr. Tobias Moser, a professor of auditory neuroscience at the University of Göttingen in Germany. Moser wrote an article accompanying the mouse study.

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June 4th, 2015, Sat.1 Regional 17:30
Hörforscher der Uni Göttingen mit Leibniz-Preis geehrt

Der Hörforscher Tobias Moser von der Uni Göttingen gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet. Der 47-Jährige hat neue Ursachen für Schwerhörigkeit gefunden und in diesem Jahr den renommierten Leibnizpreis gewonnen. Seine Forschungen geben Menschen mit Hörschäden Hoffnung. Die Forscher um Tobias Moser versuchen, lichtempfindliche Proteine durch Gentechnik ins Innenohr einzubauen. Dadurch reagieren die Nervenzellen im Ohr auf Licht. Blaues Licht von Mikro-LEDs soll die Hörschnecke dann punktgenau stimulieren. Mit Tier-Experimenten wollen die Wissenschaftler innerhalb der nächsten fünf Jahre die Technik des exakten Licht-Hörens entwickeln und verbessern.

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May 30th, 2015, DER SPIEGEL 23/2015
Der Klang des Lichts

Mit Innenohrprothesen können Gehörlose Sprache verstehen, Musik aber klingt oft blechern. Nun entwickeln Forscher Implantate, die dem natürlichen Hören näherkommen sollen.

Wie sieht Musik aus? Wie fühlt sie sich an? Wer Mitte Februar jenes Konzert besuchte, das junge Künstler und Wissenschaftler an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) aufführten, der konnte Klänge sehen und Schallwellen spüren.
Bei der Komposition „New Soundscapes“ entstand auf der Leinwand zu sphärischen Klängen von Harfe und Kontrabass ein Feuerwerk aus Licht. Je lauter die Töne, desto intensiver die Farben. Das Akkor deonstück „Slicing“ bestand nur aus Rausch- und Knackgeräuschen. Bei der Komposition „Luft“ hielten die Zuhörer Ballons in den Händen – um so die Vibration der Musik zu fühlen.
„Klang wird auf verschiedene Arten wahrgenommen, von denen das Hören die wichtigste ist, aber nicht die einzige“, sagt Waldo Nogueira vom Hörzentrum der MHH. „Bei manchen Stücken haben wir bewusst auf Melodien und Harmonien verzichtet, damit sich nicht ein Teil des Publikums ausgegrenzt fühlt.“ Denn für viele Besucher des Konzerts „musIC 2.0“ klangen Melodien eben nicht melodiös. Sie tragen sogenannte Cochlea-Implantate (CI), elektrische Hörprothesen, bei denen ein mit winzigen Elektroden bestücktes Band die Sinneszellen in der Hörschnecke (Cochlea) ersetzt; der Schall wird in elektrische Impulse umgewandelt und über Nervenbahnen zum Gehirn geleitet (siehe Grafik). Rund 40000 gehörlose oder stark schwerhörige Deutsche haben bereits solche Neuroprothesen. Viele von ihnen verstehen Sprache, ohne von den Lippen ablesen zu müssen. Kinder, die gehörlos zur Welt kommen und ihre künstlichen Höreindrücke nicht mit Erinnerungen abgleichen können, lernen mithilfe ihrer CIs meist sprechen – vor allem wenn sie das Implantat früh eingesetzt bekommen.
Die Welt der Musik jedoch ist für CI-Träger schwer zugänglich. Zu begrenzt sind die Möglichkeiten des Ersatzgehörs, den komplexen Kosmos aus Melodien und Harmonien, Rhythmen und Klängen, lauten und leisen Tönen abzubilden.
Das intakte Gehör verfügt über rund 3500 innere Haarzellen, die Schall in Nervenimpulse umwandeln. Beim CI müssen ein bis zwei Dutzend Elektroden genügen, um sämtliche Höreindrücke wiederzugeben. Die Zahl der sinnvoll einsetzbaren Kontakte wird von einem physikalischen Effekt begrenzt: Von jeder Elektrode breitet sich der Strom weit aus, das schränkt die Auflösung ein. Ein Impuls regt dann nicht nur die Nervenzellen am Sitz der Elektrode an, sondern immer auch die in ihrer Nachbarschaft – die bereits andere Tonhöhen verarbeiten. „Das ist so, als würde jemand nicht mit den Fingern Klavier spielen, sondern mit dem ganzen Unterarm“, erklärt Elektroingenieur Les Atlas von der University of Washington in Seattle.
Lässt sich die Musikwahrnehmung trotz dieser Probleme verbessern? Für Wissenschaftler wie Ingenieur Nogueira ist das die entscheidende Herausforderung, um die Hörhilfen technisch weiterzuentwickeln. Weltweit tüfteln Mediziner und Ingenieure derzeit an Verfahren, mit denen Cochlea-Implantate die Vielfalt der Klänge genauer wiedergeben sollen. Denn gelänge es, Musik besser aufzulösen, dann würde sich auch das alltägliche Hören mit Implantat verbessern.
„Wenn wir es schaffen, die Tonhöhenauflösung der Implantate zu steigern“, hofft der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Tobias Moser vom Institut für auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen, „wird das nicht nur den Genuss von Musik steigern – auch bei gesprochener Sprache wären Tonfall und Sprachmelodie besser zu hören und die Betroffenen kämen im Störschall besser zurecht.“ Viele seiner Patienten, sagt er, seien nach Situationen mit vielen parallelen Gesprächssträngen vollkommen erschöpft.
Was Moser vorhat, kommt in der Tat einer technischen Revolution gleich. Der Mediziner will ein vollkommen neues Cochlea-Implantat entwickeln – mit einer Präzision der Klangwiedergabe, die herkömmliche Innenohrprothesen kaum je erreichen könnten.
Für seine Erkenntnisse zur molekularen Funktion der Synapsen in der Hörbahn erhielt der Mediziner im März den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis – auch deshalb, weil die Entdeckungen viel therapeutisches Potenzial haben. Licht, so seine Überlegung, lässt sich besser fokussieren; die räumlich präzise Anregung weniger Nervenzellen wäre viel genauer als mithilfe von Strom.
Optogenetik heißt das junge Forschungsfeld, das Moser für seine Vision nutzen will: In die Nervenzellen werden dabei winzige molekulare Schalter eingebaut. Fällt dann ein Lichtstrahl auf die so präparierte Zelle, leitet sie das Signal ans Gehirn weiter. Bei Labormäusen haben Moser und sein Forscherteam bereits gezeigt, dass sich entsprechend veränderte Nervenzellen durch Licht stimulieren lassen.
Bis zur Anwendung in Neuroprothesen sind aber noch praktische Probleme zu lösen. So müssten die molekularen Schalter mittels Viren in die Zellen geschleust werden, die natürlich keine Nebenwirkungen für die Patienten haben dürfen.
„Wir wissen auch noch nicht, ob blaues oder rotes Licht besser funktioniert“, sagt Moser. Freiburger Forscher entwickeln derzeit Mikro-Leuchtdioden auf bieg samem Trägermaterial, das sich in die Windungen der Hörschnecke schmiegen könnte.
„Die ersten Empfänger würden wohl Implantatträger sein, die einen besonders hohen Anspruch ans Hören haben“, sagt der Mediziner. Freiwillige gibt es schon: Fast täglich melden sich Patienten bei ihm, um zu erfahren, wann die klinischen Tests für das Hören mit Licht beginnen.
Schon früher könnten Patienten jene Erkenntnisse zugutekommen, die Ingenieur Nogueira aus seinem Konzertprojekt „musIC 2.0“ ableiten will. Nicht die Implantate selbst möchte er verbessern, sondern die Software, die den Schall in digital codierte Signale wandelt. „Da gibt es noch viel zu gewinnen“, sagt er.
Auch CI-Forscher Atlas hat ein spezielles Programm entwickelt, das Musik besser wahrnehmbar machen soll. Sein Algorithmus leitet nicht nur Informationen über die Tonhöhe an das Gehirn weiter, sondern auch über die sogenannten Obertöne, die wiederum die Klangfarbe bestimmen.
Australische Wissenschaftler setzen an anderer Stelle an: Sie wollen über einen Gentransfer Zellen dazu bringen, Wachstumsfaktoren herzustellen, die ihrerseits Nerven zum Wachstum anregen.
Im Tierexperiment hatten die Forscher der University of New South Wales in Sydney bereits Erfolg: Bei Meerschweinchen wuchsen die Nervenzellfortsätze näher an das Implantat heran – was dann dazu führte, dass die CI-versorgten Nager mehr Tonhöhen unterscheiden konnten als vor der Behandlung.
Doch bis solche verbesserten Implantate in die medizinische Praxis kommen, wird es vermutlich noch eine Weile dauern. Einstweilen wird es für viele CI-Träger ein mühsamer Gewöhnungsprozess bleiben, bis sie Sinfonien oder Opern wieder genießen können.
„Anfangs habe ich Musik regelrecht gemieden“, berichtet CI-Patientin Roswitha Rother, eine Besucherin des „musIC 2.0“- Konzerts in Hannover. Durch Medikamente, die sie wegen einer lebensbedrohlichen Infektion nehmen musste, ist sie ertaubt. Mit ihrem Implantat kann sie zwar wieder hören, doch ihre Flöte legte die frühere Hobbymusikerin schnell aus der Hand. Zu scheußlich war der neue Klang.
„Wie matschiger Brei“ seien ihr einstige Lieblingssongs erschienen, erinnert sich auch Susanne Herms aus Lüchow. „Früher habe ich morgens immer als Erstes das Radio eingeschaltet, das ging nach der Operation erst einmal nicht mehr.“
Herms war von Geburt an auf einem Ohr taub, mehrere Hörstürze nahmen ihr später das Gehör auf der anderen Seite, heute trägt sie zwei CIs. Wie Roswitha Rother hilft sie Forschern und Komponisten, Musik für Implantatträger zu entwickeln.
Herms und Rother haben sich an ihre neue Art zu hören gewöhnt. „Bei Liedern, die ich von früher kenne, kann ich Melodie und Gesang wieder wahrnehmen“, sagt Rother. Das wandlungsfähige Gehirn schafft es, Hörerinnerungen mit den neuen Eindrücken in Einklang zu bringen – doch nur, wenn die Betroffenen früher einmal hören konnten. Wichtiger noch wären die neuen Superimplantate deshalb wohl für all jene Menschen, die nie zuvor in ihrem Leben gehört haben.
Rother war inzwischen auch schon auf gewöhnlichen Konzerten. Und bei Susanne Herms läuft wieder das Radio.

Julia Koch

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March 5th, 2015, German Primate Center
Mit Weißbüschelaffen gegen Taubheit

Leibnizpreisträger Prof. Tobias Moser, Neurowissenschaftler und Ohrenarzt, erläutert seine preisträchtige Forschung und warum er zur Entwicklung von besseren Cochlea-Implantaten auf Forschung mit Weißbüschelaffen angewiesen ist.

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March 4th, 2015, DFG Bewegt
Prof. Dr. Tobias Moser - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2015


Prof. Dr. Tobias Moser - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2015

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March 4th, 2015, Göttinger Tageblatt
Tobias Moser von der UMG Göttingen ist einer von acht Leibniz-Preisträgern

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis gilt als der wichtigste deutsche Forschungspreis: Am Dienstag wurde er in Berlin an acht Forscher verliehen, darunter ist der Mediziner Prof. Tobias Moser von der Universitätsmedizin Göttingen.

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March 3rd, 18:12:04-18:13:50, 2015, NDR Niedersachsen
Verleihung Leibnizpreis an Göttinger Forscher

An interview on NDR Niedersachsen.

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March 2nd, 2015, Göttinger Tageblatt
Leibniz-Preis für Prof. Tobias Moser

Am Dienstag, 3. März, wird dem Göttinger Forscher Tobias Moser, Universitätsmedizin Göttingen, der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis überreicht. Die Jury des wichtigsten deutschen Forschungsförderpreises würdigte Moser: Seine neuen konzeptionellen wie technischen und experimentellen Ansätze haben Maßstäbe gesetzt, die nun mit dem Leibniz-Preis gewürdigt werden.

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Ein Geschenk zum Leibniz-Preis: Das Plakat zeigt die Ohren all seiner Mitarbeiter und die eines Weißbüscheläffchens.© Hinzmann

February 25th, 2015, Göttinger Tageblatt
Neue Erkenntnisse: Datenübertragung im Innenohr ist höchst effizient.

Die Haarzellen des Innenohres übersetzen feinste Vibrationen in Nervenimpulse. Durch genau abgestimmte biophysikalische Prozesse gelingt es ihnen, akustische Signale in elektrische Impulse zu übersetzen, die ins Gehirn „gefunkt“ werden.

Göttingen. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation und des Bernstein Zentrum Göttingen haben untersucht, wie kurz die Wege sind, über die sich der Botenstoff Calcium in der Zelle ausbreitet und wie genau dieser Botenstoff dabei auf Kurs gehalten wird.

Kurzer Weg: Calziumionen müssen nur eine winzige Distanz zurücklegen, um in den Haarzellen ihre Empfangsstation zu erreichen.© Gabrielaitis
Sinnes- und Nervenzellen übertragen Informationen durch spezialisierte Zellkontakte, die Synapsen. Die Synapsen übertragen Informationen, indem eine der Zellen in Bläschen (Vesikel) gespeicherte Botenstoffe freisetzt, die von der Nachbarzelle erkannt werden können. Die Anweisung zur Freisetzung der Botenstoffe gibt die „sendende“ Zelle mit Hilfe von Calciumionen. In ihrer Zellmembran befinden sich molekulare „Poren“, sogenannte Ionenkanäle, die die Erregung der Zelle registrieren und ab einem bestimmten Niveau Calciumionen in die Zelle einfließen lassen. In Haarzellen bilden diese Poren die Übersetzungsmaschine zwischen den akustischen Signalen und den Nervenimpulsen, die ans Gehirn gesendet werden.

Um ihren Auftrag zu erfüllen, müssen die Calciumionen zügig ihre Empfängerstation auf dem Vesikel erreichen. Dieser molekulare Sensor befindet sich nach den Berechnungen der Forscher weniger als 20 Nanometer von der Eintrittsstelle der Ionen in die Zelle entfernt. Es ist physikalisch unvermeidlich, dass sich viele der Ionen als Irrläufer in die falsche Richtung bewegen. Ohne weitere Vorsichtsmaßnahmen würden diese Ionen außerhalb der Kontaktstellen die Freisetzung von Botenstoffen auslösen – dort können sie aber nicht erkannt werden.

Da nach jeder Freisetzung Vesikel und Botenstoffe recycelt werden müssen, wäre eine solche Freisetzung am falschen Ort eine erhebliche Energieverschwendung. Die Ergebnisse des Teams um die Professoren Tobias Moser und Fred Wolf zeigen, dass die Haarzellen im Innenohr spezielle Eiweiße, sogenannte Calciumpuffereiweiße, verwenden, um „fehlgeleitete“ Ionen einzufangen. Drei verschiedene Calciumpufferproteinen finden sich in großer Konzentration.

Ermöglicht wurden die Arbeiten durch eine von Prof. Beat Schwaller entwickelte Triple-Knock-Out Maus, in der alle wesentlichen Calciumpufferproteine genetisch entfernt wurden. Mit ihrer Hilfe konnten Tina Pangrsic und Nicola Strenzke an der UMG erstmals untersuchen, wie sich die Freisetzung der Botenstoffe und die neuronale Kodierung bei Abwesenheit der Calciumpuffer verändern.

„Bei der Triple-Knock-Out-Maus werden viel mehr der Vesikel freigesetzt“, so Pangrsic. Das konnten die Forscher mit einer von Erwin Neher in Göttingen entwickelten Messmethode für die Zelloberfläche nachweisen, die sich mit jedem freigesetzten Vesikel um ein winziges Flächenstück vergrößert. „In den Hörnervenzellen – die über Synapsen den Botenstoff der Haarzellen erhalten – war diese zusätzliche Freisetzung jedoch nicht nachweisbar, sie verhielten sich völlig normal“, so Strenzke. „Im Inneren der Haarzelle wird also eine unnötig große Maschinerie in Gang gesetzt und Botenstoff auch außerhalb der Synapsen freigesetzt, wo er seine Wirkung nicht entfalten kann.“

Die beiden Forscher Mantas Gabrielaitis und Prof. Fred Wolf haben ein Computermodell entwickelt, das die Bewegungen der Calciumionen und die Rolle der Calcium bindenden Eiweiße berechnet. Diese Eiweiße „helfen der Haarzelle, das Calcium-Signal auf die Synapse zu fokussieren und so Hörreize mit minimalem Energieeinsatz an das Gehirn weiterzugeben“, erklärt Gabrielaitis.

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February 24th, 2015, Max-Plank-Institut für Dynamik und Selbstorganisation
Biologische Datenübertragung: energieeffizient durch kurze Wege

Die Haarzellen des Innenohres übersetzen feinste Vibrationen in Nervenimpulse. Damit gehören sie zu den Zellen des menschlichen Körpers, die zu Höchstleistungen in der Lage sind. Durch genau aufeinander abgestimmte biophysikalische Prozesse gelingt es ihnen, akustische Signale in elektrische Impulse zu übersetzen, die dann ins Gehirn „gefunkt“ werden. Um das Gehirn jederzeit auf dem Laufenden zu halten, sind sie in der Lage im Millisekunden Takt Botenstoffe freizusetzen.Mit bisher unerreichter Präzision haben jetzt Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen sowie des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation untersucht, wie kurz die Wege tatsächlich sind, über die sich der wichtige Botenstoff Calcium innerhalb der Zelle ausbreitet und wie genau dieser Botenstoff dabei auf Kurs gehalten wird. Durch kurze Wege wird die Energieeffizienz der Zellen maximiert. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher heute in der amerikanischen Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of The United States of America).

Auf kurzen Wegen durch die Zelle
Sinnes- und Nervenzellen übertragen Informationen durch spezialisierte Zellkontakte, sogenannte Synapsen. Die Synapsen übertragen Informationen, in dem sie, in winzigen Bläschen (Vesikel) gespeicherte Botenstoffe, freisetzen. Die Anweisung zur Freisetzung der Botenstoffe gibt die Zelle mit Hilfe von Calciumionen. In der Zellmembran der „sendenden“ Zelle befinden sich molekulare „Poren“, sogenannte Ionenkanäle,  die die Erregung der Zelle registrieren und ab einem bestimmten Niveau Calciumionen in die Zelle einfließen lassen. In Haarzellen bilden diese Poren die entscheidende Übersetzungsmaschine zwischen den akustischen Signalen und den Nervenimpulsen, die ans Gehirn gesendet werden.
Um ihren Auftrag der Signalübertragung zu erfüllen, müssen die Calciumionen zügig ihre Empfängerstation auf dem Vesikel erreichen. Dieser molekulare Sensor befindet sich nach den Berechnungen der Max-Planck-Forscher weniger als 20 Nanometer (ca. 200 Atomdurchmesser) von der Eintrittsstelle der Ionen in die Zelle entfernt. Es ist physikalisch unvermeidlich, dass sich viele der Ionen als Irrläufer in die falsche Richtung bewegen oder über das Ziel hinausschießen. Ohne weitere Vorsichtsmaßnahmen würden diese fehlgeleiteten Ionen außerhalb der Kontaktstellen die wirkungslose Freisetzung von Botenstoffen auslösen. Weil nach jeder Freisetzung Vesikel und Botenstoffe aufwändig recycelt werden müssen, wäre eine solche Freisetzung am falschen Ort für die Zelle eine erhebliche Energieverschwendung.
Die neuen Ergebnisse der Göttinger Forscher zeigen, dass die Haarzellen im Innenohr spezielle Eiweiße, sogenannte Calciumpuffereiweiße, verwenden, um „fehlgeleitete“ Ionen einzufangen. Mit Hilfe einer großen Konzentration von drei verschiedenen Calciumpufferproteinen minimieren die Zellen ihren Energieaufwand, vermeiden somit Energieverschwendung. 

Zusammenspiel experimenteller und computergestützter Zellforschung
Um herauszuarbeiten was in der Haarzelle des Ohres bei der Freisetzung der Botenstoffe genau passiert, hat das Göttinger Forscherteam um die Professoren Moser und Wolf genetische, zellbiologische und computergestützte Methoden zusammengeführt.
Ermöglicht wurden die Arbeiten durch eine von Prof. Beat Schwaller entwickelte Triple-Knock-Out Maus, in der alle wesentlichen Calciumpufferproteine der Haarzellen genetisch entfernt wurden. Mit ihrer Hilfe  konnten die UMG-Forscherinnen Tina Pangrsic und Nicola Strenzke erstmals untersuchen, wie sich die Freisetzung der Botenstoffe und die neuronale Kodierung bei Abwesenheit der Calciumpuffer verändern. „Durch Messungen der Botenstoff-Freisetzung der Zelle stellen wir fest, dass bei der Triple-Knock-Out-Maus viel mehr der Vesikel freigesetzt werden.“ sagt Tina Pangrsic. Das konnten die Forscher mit einer von Erwin Neher in Göttingen entwickelten präzisen Messungen an der Zelloberfläche nachweisen, die sich mit jeden freigesetzten Vesikel um ein winziges Flächenstück vergrößert. „In den Hörnervenzellen war diese zusätzliche Freisetzung jedoch nicht nachweisbar, sie verhielten sich völlig normal.“ ergänzt Nicola Strenzke. „Im Inneren der Haarzelle wird also eine unnötig große Maschinerie in Gang gesetzt und Botenstoff auch außerhalb der Synapsen freigesetzt.“
Die beiden Max-Planck-Forscher Mantas Gabrielaitis und Prof. Fred Wolf haben ein Computermodell entwickelt, das die Bewegungen der Calciumionen und die Rolle der Calcium bindenden Eiweiße mathematisch berechnet. „Wir wollten wissen, was die Haarzelle macht, um die Anweisung zur Freisetzung von Botenstoffen in der Zelle auf die richtige Stelle zu konzentrieren.“, erklärt Mantas Gabrielaitis. „Wir haben herausgefunden, dass die Calcium bindenden Eiweiße der Haarzelle helfen, das Calcium-Signal auf die Synapse zu fokussieren und so Schallinformation mit minimalem Energieeinsatz weiterzugeben.“
Mit dem Ergebnis ihrer Grundlagenforschung lässt sich jetzt grundsätzlich besser verstehen, wie die entscheidenden Sinneszellen des Hörsinnes „Höchstleistungen erbringen ohne Energie zu verschwenden.“,  betonen die Göttinger Wissenschaftler Moser und Wolf.

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